Tabellenführer SC Brebach erwartet in der Saarlandliga  SV Auersmacher.

Spitzenspiel : Das Gipfeltreffen steigt beim SC Halberg

Fußball-Saarlandliga: Tabellenführer SC Brebach erwartet an diesem Samstag den direkten Verfolger SV Auersmacher.

Das Kribbeln ist bei Jan Berger, dem Trainer des Fußball-Saarlandligisten SV Auersmacher, schon da: An diesem Samstag um 15.30 Uhr ist der 38-Jährige mit seinem Team zum Lokalderby beim SC Halberg Brebach zu Gast. Und es ist ein Gipfeltreffen. „Das sind doch genau die Duelle, für die man das Ganze hier macht“, sagt der Übungsleiter des Tabellen-Zweiten vor dem Gastspiel beim Spitzenreiter.

Obwohl Brebach normalerweise nicht der allergrößte Zuschauer-Magnet ist, sollte bei diesem Gipfeltreffen einiges los sein: „Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen. Wie viele es letztendlich werden, ist schwer zu sagen. Aber 400 bis 500 halte ich für realistisch“, erklärt SC-Trainer Martin Peter.

Ausgerechnet eine Woche vor dem Derby übernahm Brebach durch einen 1:0-Sieg bei den SF Köllerbach die Tabellenspitze (wir berichteten), weil Auersmacher gleichzeitig nicht über ein 1:1 zu Hause gegen den Oberliga-Absteiger FSV Jägersburg hinauskam.

Den Ausgleich kassierte der SV dabei in der 87. Minute. „Wegen des späten Gegentores war das 1:1 natürlich etwas ärgerlich“, analysiert Berger dieses Resultat, „aber ich kann mit dem einen Punkt gut leben, weil wir dadurch unseren Vorsprung auf Jägersburg gewahrt haben.“ Auersmacher hat weiterhin sechs Zähler mehr als der FSV, der auf Rang drei liegt.

Durch das Remis hielt auch die Erfolgsserie seines Teams: Seit der überraschenden 2:5-Pleite am ersten Spieltag beim Abstiegskandidaten FV Schwalbach sind die Grün-Weißen ungeschlagen. In den zwölf Begegnungen danach gab es für den SV keine Niederlage mehr. Auersmacher ist damit auf dem besten Weg, sein Saisonziel zu erreichen. Und das heißt: „oben mitspielen“.

„Die Punktausbeute, die uns bislang gelungen ist, die ist schon eine Hausnummer“, sagt Berger zufrieden. „Im Offensivspiel läuft es bei uns schon richtig gut. Was wir noch verbessern müssen, ist das Umschalten vom Spiel nach vorne auf die Defensive“, sagt der Übungsleiter. Dass es vor dem gegnerischen Tor so gut läuft, will der 38-Jährige nicht allein am bärenstark spielenden Nils Cuccu festmachen. Der führt mit 15 Treffern die Torjägerliste der Liga an.

„Mit Philipp Wunn, Felix Laufer, Hasan Sonsuz oder Melvin Heid haben wir eine ganze Reihe von weiteren Spielern, die Tore machen können. Dadurch sind wir schwer auszurechnen.“ Zumindest der erkältete Heid (25) wird das Gipfeltreffen aber verpassen. Cuccu ist wie seine Mitspieler Patrick Jantzen und Yannik Hoffmann leicht angeschlagen. Auch der SC Brebach bangt noch um den Einsatz eines Schlüsselspielers: Artur Schneider, mit sieben Treffern bester Torschütze des Spitzenreiters, musste beim Erfolg in Köllerbach mit einer Bänderverletzung ausgewechselt werden.

Dass die Halberg-Elf, die zuletzt neun Partien in Serie gewann, ganz oben steht, überrascht nicht. Der Club war in der vorigen Saison Dritter. Allerdings hatte Trainer Peter vor dem ersten Saisonspiel der SZ gesagt: „Wenn wir nicht einigermaßen gut starten, spielen wir gegen den Abstieg.“ Jetzt relativiert der Übungsleiter: „Ich wollte nur noch einmal jeden wachrütteln. Wir hatten in der Vorbereitung noch schlechter trainiert als im Jahr davor.“ Das hätte für den SC zum Problem werden können. Peter: „Da wir einen kleinen Kader haben, kann es bei uns nur funktionieren, wenn alle topfit sind.“ Immerhin lösten die mahnenden Worte die gewünschte Reaktion aus. „Seitdem ist es besser geworden“, sagt der SC-Trainer.

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