Synode: Kirchenkreis Saar-Ost der evangelischen Kirche

Synode des Kreises Saar-Ost : Protestanten wollen Kita-Fusion

Auf ihrer Jahrestagung haben die Synodalen des Evangelischen Kirchenkreises Saar-Ost am Samstag in Eppelborn Weichen für die Zukunft gestellt: Verbandsgründung für Kindertageseinrichtungen, reflektierte Zusammenarbeit der Gemeinden sowie übergemeindliche Jugendarbeit.

Das teilte die Pressestelle der Protestanten im Saarland mit.

Die Kreissynode stimmte demnach bereits im Frühjahr dafür, dass die Arbeit mit Kindern in Kitas eine gesamtkirchliche Aufgabe beider Kirchenkreise sei. Jetzt beschlossen die 75 Abgeordneten aus den 14 Kirchengemeinden die Satzung für die Gründung eines Verbandes Evangelischer Kindertageseinrichtung im Saarland (VeKiS). „Damit rückt die Übernahme der Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen durch den Kirchenkreisverband näher“, sagte Superintendent Markus Karsch. Stimmen die Kreissynodalen des Kirchenkreises Saar-West ebenfalls zu, ist geplant, den Verband zum 1. Januar 2021 umzusetzen. Aktuell hat der VeKiS 400 Mitarbeiter und betreut knapp 2000 Kinder in 31 Kitas, davon 15 in Saar-Ost.

Superintendent Karsch gab auch bekannt, dass der Kreissynodalvorstand beschlossen habe, eine Fusion der Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West erst zu einem späteren Zeitpunkt anzustreben, damit die Gemeinden so eigenständig wie möglich arbeiten könnten. Zusammenarbeit werde es zukünftig aber bei der übergemeindlichen Jugendarbeit geben. Die Jugendbildungs-Referentinnen und -Referenten sollen kooperieren, „Projekte gemeinsam planen und tragen“, erklärte Karsch.

Nach Abrechnung der Personalkosten und Umlagen für den Kirchenkreisverband, die Diakonie Saar und die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend verbleiben dem Kirchenkreis laut Wirtschaftsplan 4,3 Mio Euro Kirchensteuer. Umgerechnet stehen damit den Gemeinden pro Gemeindeglied durchschnittlich rund 84 Euro zur Verfügung.

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