Unmittelbar bei der Klinik Zwei Angebote unter einem Dach vereint

Sulzbach · Nach dem Umzug in die Lazarettstraße steht der Name Rivita in Sulzbach sowohl für Gesundheitssport als auch für Physiotherapie.

 Bei der Eröffnung des Gesundheitszentrums nahe der Klinik (von links): Christoph Trampert, Rolf Schenn und Marc Silbersack.

Bei der Eröffnung des Gesundheitszentrums nahe der Klinik (von links): Christoph Trampert, Rolf Schenn und Marc Silbersack.

Foto: Thomas Seeber

„Ich komme gerade aus dem Urlaub zurück,  und sie sind nicht mehr da, wo sie waren.“ Es ist weniger ein Vorwurf, den der ältere Herr an diesem sommerlich warmen Vormittag an Christoph Trampert richtet. Vielmehr schwingt eine gehörige Portion Verwunderung mit. Eben noch in der Sulzbachtalstraße, haben Gerätepark und Personal scheinbar in relativ kurzer Zeit hier in der Lazarettstraße ein neues Domizil gefunden. Nach sechs Jahren sei es „an der Zeit für Veränderung“ gewesen, bekräftigt der Geschäftsführer. Wobei der Umzug mitnichten von Zauberhand erledigt wurde. „Wir haben auf über 500 Quadratmetern die Räume neu aufgeteilt und Wände eingezogen, die Decken renoviert, einen warmen Holzboden verlegt und neue Umkleiden gestaltet“, informiert Trampert.

Ebenerdig erreichbar, sahen die Gewerberäume schon etliche Mieter und Geschäftsideen kommen und gehen. Doch die Chancen stehen gut, dass es diesmal etwas für länger wird. Sonst wäre Trampert schwerlich diesen Schritt gegangen. Der gelernte Fitnessökonom mit dem Faible für Sport, speziell für Fußball und Muskelaufbau, hatte sich bereits drei Jahre nach seinem Studienabschluss selbstständig gemacht. Bei Rivita haben die Kunden einen Chip und einen Trainingsplan, der  alle zehn Wochen aktualisiert werde: „Sonst gewöhnt sich der Körper an die Belastung.“ Für Yvonne und Peter Kniescher sind das alte Hüte. Sie nimmt gerade souverän eine kleine Steigung auf dem Laufband, er hat eine Einheit Rückenschule hinter sich. „Mit der Chipkarte ist man immer unter Kontrolle“, schummeln gehe da schon mal gar nicht. Das Ehepaar meldete sich vor vier Jahren bei Rivita an – anders als die meisten nicht wegen eines akuten Leidens, sondern prophylaktisch: „Man wird älter“, die Zipperlein mehren sich. Aber mit Bewegung, zweimal wöchentlich zwei Stunden trotz Berufstätigkeit, bekomme man die Beschwerden gut in den Griff. „Meine Fitness ist gestiegen“, sagt Yvonne Kniescher. Die Lage im Ort und die Betreuung seien ausschlaggebend für die Wahl des Studios gewesen.

Aktuell hat Christoph Trampert 26 zumeist junge Mitarbeiter in Sulzbach, Riegelsberg und Heusweiler angestellt, darunter viele, die zugleich ein zur Branche passendes Studium machen. Nicht dazu zählen Rolf Schenn (34) und Marc Silbersack (35). Sie arbeiten auf eigene Rechnung: Gemeinsam betreiben die beiden Physiotherapeuten ihre nagelneue Firma „Rivita Physiotherapie“, ihre vier Behandlungsräume sind in den Gesamtkomplex integriert. Das lichte Foyer mit dem Empfangsbereich nutzen sie gemeinsam mit Trampert. Kurze Wege und eine enge informelle Verzahnung ergeben einen erheblichen Mehrwert zur früheren Situation, sagt der Rivita-Gründer: „Viele Patienten fragen sich, wie es nach ihren sechs Einheiten Physiotherapie weitergeht.“ Das erübrigt sich nun: Wenn sie von der Behandlungsliege steigen, sind sie mit ein paar Schritten bei geschultem Personal, medizinischen Geräten und dem Raum, wo Kurse wie Wirbelsäulengymnastik oder Yoga angeboten werden.

Mehr als nur ein hochgeputschter Trend ist übrigens Faszientraining. „Wir bieten das in Riegelsberg seit einem Jahr an und haben dort erstaunliche Ergebnisse erzielt“, berichtet Trampert, „ab Herbst werden wir deshalb hier in Sulzbach auch einen Faszienzirkel etablieren.“

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