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Zolnhofer-Preis für Armin Rohr

Sulzbach. Er nimmt sich stets die Freiheit, zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei hin und her zu springen. Nun wird er für sein Werk im Bereich „Mensch und Landschaft“ mit einem wichtigen Preis gewürdigt. Brigitte Quack

"Der Preis kommt genau richtig", freut sich Armin Rohr, der am 27. März den Fritz-Zolnhofer-Preis der Stadt Sulzbach entgegennehmen wird. Nein, ein Industriemaler ist er nicht - das weiß auch Anne Allenbach, Kunsthistorikerin und Vorsitzende der Fritz-Zolnhofer-Preis-Jury. "Er wird für seinen Werkabschnitt zum Thema Mensch und Landschaft gewürdigt", begründet sie die Entscheidung für den Saarbrücker Maler .

Stichworte wie Sensibilität und Einfühlungsvermögen fallen und von schemenhaften Binnenflächen ist die Rede und in der Tat: In Armin Rohrs Werken sind diese Dinge stets präsent, auch wenn er vielen eher als Maler des Abstrakten bekannt ist. Als einen, der in poppigen Pastellfarben unverkennbare künstlerische Bildwelten aus abstrakten Formgebilden kreiert.

Aber da war doch auch diese Ausstellung vor drei Jahren in der Galerie Neuheisel. Da waren irritierende Ölgemälde mit Menschen zu sehen, die wie von Zauberhand in den Raum gebeamt schienen.

Welche Rolle spielt denn nun die Figur im Werk des 1961 in Hemsbach bei Weinheim geborenen Malers? In seinem bunten Atelier im ersten Stock des Kulturbahnhofs (KuBa) gibt er Auskunft. "Ich habe schon vor meinem Studium figürlich gezeichnet und jahrelang nach der Natur gearbeitet", erzählt er. Als der diplomierte Kommunikationsdesigner 1996 mitten in seinem zweiten Studium der Freien Kunst an der Saarbrücker Hochschule der Bildenden Künste (HBK) steckte, hatte er bereits seine erste Einzelausstellung und zeigte Figürliches. "Gleichzeitig bekam ich immer mehr Spaß am Auflösen der Form", erinnert er sich. "2003 fing ich dann an, Figürliches und Abstraktes zu mischen." Doch das war und ist kein Dogma für den Maler , der seit 2003 einen Lehrauftrag für freies Zeichnen an der HBK innehat. So nimmt er sich stets die Freiheit, zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei zu springen, weder das eine noch das andere ganz aufzugeben. Und vor allen Dingen will er offenbleiben für Neues.

Und die Konstanten in seinem Werk? Zum einen ist es die Rohr'sche Farbwahl. Zum anderen der ganz bewusste Umgang mit den malerischen Gestaltungsmitteln, der "stark von der Grundlehre bei Oskar Holweck beeinflusst ist". Denn bei ihm hat er das genaue Sehen ebenso erlernt wie das gestalterische Vokabular, dessen er sich noch heute bedient. Auf dieser Basis kreiert Armin Rohr immer wieder überraschend neue, andere Bilder.



Die Verleihung des Fritz-Zolnhofer-Preises der Stadt Sulzbach beginnt am 27. März um 19 Uhr im Sulzbacher Salzbrunnenhaus .