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Spielstadt: Wenn die Kinder das Zepter schwingen

Spielstadt : Wenn die Kinder das Zepter schwingen

In der Spielstadt Kleinsulzbachtal konnten Mädchen und Jungen wieder in die Rolle von Erwachsenen schlüpfen.

In diesem Jahr fand Kleinsulzbachtal bereits zum sechsten Mal statt und zum zweiten Mal unter der Leitung von Elias Klippert. Gemeinsam mit seinem Orgateam und dem Verein „Familie gibt Aufwind“ hat er sich in diesem Jahr wieder einiges einfallen lassen, um den Kindern in der Spielstadt eine große Bandbreite an Arbeitsstellen anzubieten.

Morgens um 10 Uhr fiel jeweils der Startschuss. Die Kinder von acht bis 14 Jahren mussten zuerst einen Ausweis beantragen und standen dann am Arbeitsamt Schlange, um ihren Wunschjob zu ergattern. Dann ging es los, und die Arbeiter und Arbeiterinnen fanden sich in ihren „Betrieben“ ein: in der Schneiderei, der Schreinerei und im Schönheitssalon ebenso wie im Kunst­atelier und im Restaurant, um nur einige Anlaufstellen zu nennen. Die Kinder haben dort gearbeitet, und sie konnten nach Beendigung ihrer Tätigkeit die verdienten „Sulzies“ auf der Bank abholen oder auf ein Konto einzahlen. Den Kindern hat es sichtlich Spaß gemacht, ihr selbst verdientes Gehalt wieder auszugeben. Die Möglichkeiten dazu hatten sie im Einkaufszentrum. Oder sie ließen sich mit einer Handmassage oder einer Kosmetikbehandlung verwöhnen. In der Mittagspause stärkten sich die Kinder im Restaurant, um dann mit neuen Kräften weiter in der Spielstadt ihre Zeit zu verbringen. Am Abend konnten sie dann ihre „Sorgenfresser“, Mäuse und Schlangen aus der Schneiderei, oder ihre anderen selbst gebastelten Gegenstände mit nach Hause nehmen. Das tägliche Angebot wurde ergänzt durch „Tagesangebote“ wie Blumenstecken, Tennisspielen, Schmuckbasteln, einen Musik­workshop oder die Besichtigung eines Rettungswagens. Neben dem warmen Mittagessen, das täglich frisch zubereitet wurde, hatten die Kinder außerdem die Möglichkeit, sich ausgiebig am frischen Obst zu stärken, welches ein heimischer Lebensmittelmarkt täglich kostenlos stiftete.

Der Verein „Familie gibt Aufwind“ hat dieses Projekt gemeinsam mit den Jugendlichen geplant und in die Tat umgesetzt. Und er hat die  rechtlichen Voraussetzungen für diese Spielstadt geschaffen.

Ein großer Dank geht von den Veranstaltern an alle, die das Projekt in dieser Zeit ehrenamtlich unterstützt haben. Hier die Namen der Jugendlichen: Elias und Raphael Klippert, Marvin Kölsch, Philipp Mai, Vivienne Roseto, Alida Herber, Seline Herrmann, Anthoni Reimer, Tobias Weber, Tobias Mathieu und Lars Altpeter. Und das waren die erwachsenen Unterstützer: Marliese Fuchs, Birgit Klippert, Ingrid und Isabell Baumgarten, Hermine Schneider, Josi und Rainer Becker, Anita Sonntag, Helga und Dieter Keuper, Trixi Kehl, Renate Thommes, Bernd Meier, Alan Klein, Steffi Bungert-Wickert, Dagmar Günther, Olga Freis, Stefan Kuhn und Hausmeister Selahattin Firat. Sie alle opferten in den Ferien ihre Freizeit, um den Kindern dieses Angebot zu ermöglichen.