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| 20:22 Uhr

Tennis
Welte holt sich souverän die Jugendmeisterschaft

Sulzbach. Talent des Tenniszentrums Sulzbachtal sichert sich in Essen den Hallentitel in der Altersklasse U 16. Von Mirko Reuther

Für Milan Welte hätte das Jahr 2017 kaum besser laufen können. Im Sommer feierte der 16-jährige Schwalbacher mit dem Tenniszentrum Sulzbachtal in der Regionalliga Südwest den Klassenerhalt. Am Sonntag wurde er in Essen deutscher Jugendmeister in der Halle. In der Altersklasse U16 bezwang er im Endspiel Fynn Künkler vom TC SuS Bielefeld deutlich mit 6:4 und 6:2. „Ein super Gefühl. Gerade weil ich vor zwei Jahren in der Halle schon einmal im Finale stand und verloren habe“, sagt Welte.

Ganz neu ist das Gefühl, deutscher Meister zu sein, für ihn aber nicht. 2015 sicherte er sich den Titel bereits in der Altersklasse U14. Damals auf Sand. In Essen marschierte Welte fast problemlos ins Endspiel. Im Viertelfinale gab er gegen Jonas Hartenstein von Rot-Weiss Berlin das einzige Mal einen Satz ab (6:3 1:6 6:4). Im Halbfinale bezwang er Filip Krolo vom TC Aschaffenburg (6:4 6:3), der zuvor Weltes Sulzbacher Vereinskameraden Lars Johann aus dem Turnier geworfen hatte.

Im Finale konnte ihn auch der an Nummer eins gesetzte Künkler nicht stoppen. „Der erste Satz war eng. Da haben zwei oder drei Punkte über den Ausgang entschieden. Danach bin ich immer besser ins Spiel gekommen und habe das Tempo variiert. Damit ist mein Gegner nicht zurechtgekommen“, erzählt Welte. Seit diesem Schuljahr besucht er das Kurpfalzgymnasium in Mannheim. Die Schule ist Anlaufpunkt für angehende Profisportler. Anwesend sein muss Welte dort nur montags. Den Rest der Woche trainiert er zwei Mal täglich. Nur sonntags ist ab und an Pause. „Profi werden ist mein Traum. Aber mein Abitur will ich auf jeden Fall machen. Ich will verschiedene Möglichkeiten haben“, sagt Welte.

Mit dem Tennis hat er im Alter von fünf Jahren begonnen. Vater Gerd betreibt in Hülzweiler eine Tennishalle und eine Tennisschule. Er ist außerdem Jugendwart beim TV Hülzweiler, Milans Heimatverein. Von dort wechselte er im vergangenen Sommer zusammen mit Lars Johann zum Tenniszentrum Sulzbachtal in die dritthöchste deutsche Spielklasse. „Das war für mich eine einmalige Chance. Ich wusste, dass ich auf Gegner treffe, gegen die ich Außenseiter bin. Gegen die ich vielleicht noch gar nicht gewinnen kann. Aber ich wollte neue Erfahrungen sammeln“, sagt Welte.

Er wurde in den sieben Saisonspielen fünf Mal im Einzel eingesetzt und schlug sich in seiner Premierensaison beachtlich. Zwei Siege stehen drei Niederlagen gegenüber. Gegen den TC Bad Homburg bezwang er den zehn Jahre älteren brasilianischen Weltranglistenspieler Caio Garcia Silva mit 7:5 und 6:0. „Ich habe im ersten Satz 3:5 zurückgelegen und danach kein Spiel mehr abgegeben. Da ging einfach alles“, erinnert sich Welte. Er weiß, dass er sich weiter verbessern muss: „Gerade der Aufschlag kommt bei meinen meisten Gegnern noch viel härter und präziser. Ich muss auch lernen in den entscheidenden Situationen die Ruhe zu bewahren. Das haben mir viele Ältere voraus.“

Tipps bekommt Welte in Sulzbach von Trainer und Namensvetter Milan Hoferichter: „Er hat bei meinen Spielen oft auf der Bank gesessen und mir gesagt, wie ich mich auf den Gegner einstellen kann. Das hat super funktioniert“, sagt Welte. Sein Vater Gerd war in Hülzweiler einst Hoferichters Lehrer gewesen.

Die neue Sandplatzsaison mit dem TZ Sulzbachtal beginnt für Milan Welte erst im nächsten Sommer. Ziele hat er trotzdem schon: „Andere Mannschaften setzen mehr auf Verstärkungen aus dem Ausland. Wir auf Zusammenhalt. Wir wollen die Klasse unbedingt wieder halten.“ Milan Welte hat sich für das nächste Jahr also schon viel vorgenommen. Auch wenn 2017 ja kaum hätte besser laufen können.