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Wehr muss auf neues Fahrzeug warten

Sulzbach. Auch ohne ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) ist der Brandschutz in Sulzbach gewährleistet, teilte gestern Bürgermeister Michael Adam der SZ mit. Er ist auch Chef der Sulzbacher Wehr. Die Umsetzung eines Stadtratsbeschlusses zur Anschaffung eines großen TLF sei in den nächsten Tagen vorgesehen. Thomas Feilen

Um den Brandschutz in der Stadt gemäß den Vorschriften zu gewährleisten, soll die Freiwillige Feuerwehr ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) bekommen. Das hat der Stadtrat Ende vorigen Jahres beschlossen, wie Holger Kirsch, einer der beiden Vorsitzenden der SPD-Fraktion , gestern der SZ gegenüber ausdrücklich bestätigte. Für die Anschaffung eines TLF-4000 wurde seinerzeit eine Kaufoption vereinbart. Wie Bürgermeister Michael Adam gestern der SZ mitteilte, ist es vorgesehen, "in den nächsten Tagen" das TLF-4000 zu erwerben.

Ins Rollen gekommen war die Frage nach dem Erwerb des vom Stadtrat beschlossen Ersatzes für das 32 Jahre alte bisherige TLF wegen eines Briefes aus dem Kreis der Wehr an den Bürgermeister. Nachrichtlich ging das Schreiben, das der SZ allerdings ohne Absender vorliegt, auch an die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat. Den Erhalt bestätigten gestern die Kommunalpolitiker Alfred Herr (CDU ), Holger Kirsch, Monique Broquard (Linke) und Bernd Schlachter (Freie Wähler ). Sie gehen fest davon aus, dass das TLF angeschafft wird. Das Thema solle heute Abend im nicht öffentlichen Teil der Sitzung des Bauausschusses angeschnitten werden.

In dem Brief wird ausdrücklich auf den Brandschutz für die Sulzbacher Einwohner abgehoben. Das alte Fahrzeug habe bereits 32 Jahre "auf dem Buckel". Laut Brandschutzgutachten sollten Feuerwehrfahrzeuge aber "nach maximal 25 Jahren" ersetzt werden. Die Drehleiter könne nur effektiv eingesetzt werden "mit einem gleichzeitig ausrückenden Tanklöschfahrzeug mit einer starken Pumpe und einem großen Wassertank", heißt es in den Brief an Bürgermeister Adam weiter. Adam hält den Brandschutz aktuell für gewährleistet. Die bestehende Alarm- und Ausrückordnung habe sich in den letzten Jahren nicht geändert. Adam wörtlich: "Ein Änderungsbedarf wurde von der Wehrführung bisher nicht vorgetragen."

Der Verwaltungschef bestätigte des weiteren, dass es richtig ist, dass der Stadt im Falle des Verwirkens der bestehenden Kaufoption bereits entrichtete oder noch zu entrichtende Kosten für ein Miet-TLF von rund 38 000 Euro in Rechnung gestellt würden. Eine Anzahlung auf den Kaufpreis sei nicht geleistet worden.