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Warteschlangen bei der Müllabgabe

Warteschlangen bei der Müllabgabe

Das Wertstoffzentrum in Altenwald wird nach dem Umbau gut angenommen. Der Entsorgungsverband Saar rechnet mit 32 000 Besuchern in diesem Jahr. Hauptsächlich wird Sperrmüll abgegeben.

20 Wertstoff-Zentren des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) gibt es im Saarland. Darunter ist auch das Wertstoffzentrum in Altenwald, das nach dem Umbau im Jahr 2013 wieder neu eröffnet wurde. Ralph Kien ist zuständig für die 20 Zentren der EVS und Abteilungsleiter für die Projekte. Begleitet wird Kien von Marianne Lehmann. Sie ist die Leiterin der Stabsstelle Kommunikation und führt die SZ gemeinsam mit Kien über das Gelände.

Schon vor dem Betreten des Wertstoffhofs wird klar: Hier ist alles durchdacht. Eine große Tafel zeigt einen Plan mit vielen Hinweisschildern, die den Besuchern langes Suchen ersparen. Nach einer Hochrechnung für das Jahr 2014 werden hier rund 32 000 Leute ihren Abfall los. "Vor dem Umbau waren es 20 000 Besucher", so Kien. "Alle 20 Wertstoffhöfe laufen sehr gut, unter anderem auch die in Saarlouis oder in Neunkirchen", erklärt er weiter. Entsorgt wird alles außer Eternit oder Restmüll. "Am meisten wird hier der Sperrmüll abgegeben", sagt Marianne Lehmann. Er macht auf dem Wertstoffhof 70 Prozent des abgegebenen Mülls aus. Bis zu zwei Kubikmeter sind bei der Abgabe kostenlos. "Da kommt es schon mal vor, dass jemand an drei Tagen hintereinander kommt", fährt die Leiterin der Stabsstelle Kommunikation fort und: "Während man bei einem Termin auf den Sperrmüll oftmals mehrere Tage oder sogar Wochen warten muss, kann man zu uns kommen, wann man möchte. Bei uns gibt es keine Terminvorgabe und man wird alles los", sagt Marianne Lehmann.

Seit 1997 gibt es den Wertstoffhof und aus einigen Vorkommnissen hat man auch gelernt, wie der Leiter der Zentren der SZ bestätigt: "Mittlerweile werden Metalle wie beispielsweise Kupfer regelmäßig geleert, da sie in der Vergangenheit oft mitgenommen beziehungsweise geklaut wurden."

Helmut Schummer arbeitet schon seit 16 Jahren bei dem Sulzbacher Wertstoffzentrum und hat ein genaues System bei seiner Arbeit: "Wichtig ist, dass die schweren Fernseher oder Kühlschränke unten liegen. Nach so langer Zeit weiß man, wie man mit den Geräten umgehen muss", berichtet er. Ihm sei es wichtig, dass alles ordentlich gestapelt in den Containern liegt, denn damit erhöhe man auch den Platz für die Haushaltsgeräte. Die drei bis vier Mitarbeiter packen hier auch gerne mit an. Durch eine befahrbare Rampe wird das Entladen rückenschonend und zu einem Kinderspiel.

"Am Wochenende ist hier richtig viel los", fasst Ralph Kien das Geschehen zusammen. "Da stehen die Autos in einer Schlange. Allerdings gibt es auch keinen großen Unterschied zwischen einem normalen Wochenende und einem in der Urlaubszeit." Bei unserem Besuch am vergangenen Donnerstag fahren hier jedenfalls die Autos mit und ohne Anhänger im Drei-Minuten-Takt den Parcours entlang. Verständlich, wenn man bedenkt, dass der Wertstoffhof mehr ist, als einfach nur bequem, flexibel und übersichtlich.

 Helmut Schummer bei der Arbeit auf dem Wertstoffhof.
Helmut Schummer bei der Arbeit auf dem Wertstoffhof.

Zum Thema:

Stichwort In Altenwald kostet die Annahme von Pkw-Altreifen 3 Euro, mit Felgen 4 Euro. Gemischte Bau- und Abbruchabfälle wie beispielsweise Glasbausteine, Keramik- oder PVC-Teile kosten je nach Menge zwischen 2 Euro und 30 Euro und Altholz wie zum Beispiel Holzzaun, Fußboden oder Paletten kosten zwischen 2 Euro und 20 Euro.Sonderabfälle wie Lacke und Farben können beim Ökomobil abgegeben werden, welches einmal im Monat von 8 Uhr bis 9.30 Uhr vorbeikommt. Das Wertstoffzentrum selbst hat von montags bis freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 12.30 Uhr bis 16 Uhr geöffnet sowie samstags von 8 Uhr bis 15 Uhr. Der Wertstoffhof befindet sich in der Eisenbahnschachtanlage in Altenwald. Bei Fragen stehen die Mitarbeiter unter Telefon (0 68 97) 84 15 75 zur Verfügung. ink