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Medizin
Chefarzt erklärt Herzerkrankungen

Sulzbach. Im Rahmen der bundesweiten Herzwoche und der Informationsreihe „Ihre Gesundheit ist unser Fokus“ referiert Prof. Dr. Hans-Willi M. Breuer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Krankenhaus Sulzbach, über Ursachen und Auswirkungen von Herzrhythmusstörungen.

Die Herzwochen, von der Deutschen Herzstiftung initiiert, sollen umfassend informieren und helfen, Ängste abzubauen und Perspektiven im Umgang mit der Erkrankung aufzeigen.


Prof. Breuer geht auf aktuelle Diagnose- und moderne Therapieverfahren ein. Er klärt die Besucher über die Ursachen für Herzerkrankungen auf und zeigt Perspektiven zum Vorbeugen. Betroffene, Interessierte und Angehörige sind herzlich zu dem Informationsabend, am Montag, 5. November, 18 Uhr im Veranstaltungsraum der Verwaltungsetage, eingeladen.

Herzrhythmusstörungen sind weit verbreitet. Etwa 1,8 Millionen Patienten leiden an der häufigsten Herzrhythmusstörung, dem Vorhofflimmern. Das ist in der Regel, sofern nicht angeboren, keine eigene Erkrankung, sondern meist die Folge von Herzkrankheiten. Insbesondere Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzklappen- und Herzmuskelerkrankungen können die Rhythmusstörungen begünstigen. Auch andere Krankheiten, wie Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes oder chronische Lungenerkrankungen, die mit Vorhofflimmern einhergehen, können ursächlich für Herzrhythmusstörungen sein.



Da das Vorhofflimmern bei der Hälfte der Betroffenen ohne Beschwerden auftritt, bleibt es oft unbemerkt und damit unbehandelt. Beim Vorhofflimmern ziehen sich die Herzvorhöfe nicht mehr regelmäßig zusammen, was den Blutstrom verlangsamt. So können sich Blutgerinnsel bilden, die mit dem Blutstrom fortgeschwemmt die Hirngefäße verstopfen und zu einem Schlaganfall führen.

In der Therapie des Vorhofflimmers sind große Fortschritte zu verzeichnen. Wenn bei Patienten – trotz medikamentöser Behandlung – erhebliche Beschwerden wie Herzrasen, Herzstolpern, Atemnot, Druckgefühl im Brustkorb oder Schwindelgefühl entstehen, kommt oftmals die Katheterablation während einer Herzkatheteruntersuchung zum Einsatz, die in ausgewiesenen Spezialkliniken durchgeführt wird.

Inzwischen stehen auch neue, blutverdünnende Medikamente zur Schlaganfallvorbeugung bei Vorhofflimmern bereit. Über die Vor- und Nachteile informiert Prof. Breuer die Besucher ausführlich während seines Vortrags.