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Virtuelles Wasser und Kinderarbeit

Die Pädagogin Anne-Christine Bonaventura und die Schüler des Seminarfachs organisieren den Tag der Nachhaltigkeit. Foto: THG
Die Pädagogin Anne-Christine Bonaventura und die Schüler des Seminarfachs organisieren den Tag der Nachhaltigkeit. Foto: THG FOTO: THG
Sulzbach. Zur „Modellschule für globales Lernen“ wurde kürzlich das Theodor-Heuss-Gymnasium ernannt. In diesen Rahmen passt das jüngste Projekt, das sich in vielen Facetten ums Thema Nachhaltigkeit dreht. Patric Cordier

Es ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regnerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht - so erklärt die Internet-Enzyklopädie Wikipedia den Begriff "Nachhaltigkeit ". Einen ganzen "Tag der Nachhaltigkeit " wird es am Dienstag am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) in Sulzbach geben. Die Schule wurde kürzlich vom Regionalverband zur "Modellschule für globales Lernen " ernannt. "Bislang beschäftigte sich nur ein Seminarfach mit dem Thema", sagt Organisatorin Anne-Christine Bonaventura, jetzt soll die ganze Schulgemeinschaft, also auch Lehrerinnen und Lehrer, nicht-pädagogisches Personal und alle Schüler einbezogen werden.

In einem Impulsreferat wird Hannes Petrischak vom Forum für Verantwortung auf den Tag einstimmen. Danach gibt es eine Multivisons-Show und 20 Workshops zu verschiedenen Themen. Sechs davon werden von Schülern des Seminarfaches geleitet. So werden sich Lea König, Melise Engin und Tobias Reiss des Problems der Kinderarbeit annehmen. Das sogenannte "Virtuelle Wasser" - Wasser, das in ganz unterschiedlichen Dingen vorhanden ist - werden Emre Yuecel, Lukas Schweitzer und Maximilian Kopp erklären. Katharina Pannwitt, Jana Duschka und Sarah Brill nehmen sich des Themas "Faire Textilien" an. Im Workshop von Fabienne Dietzen, Vievienne Prinz und Tiffany Dodd geht es um Tierschutz. Das weite Feld der erneuerbaren Energien werden Simon Steiner, Domenic Grigoli, Yanou Tshitenge, Aaron Wolf und Timo Blauth beackern. Die Verschwendung von Lebensmitteln ist Inhalt des Arbeitskreises von Dana Hoffmann, Carolin Mehle und Celine Fuhrmeister.

Ein Dokumentationsteam wird die Arbeit und Ergebnisse der Workshops festhalten, auch mit Fotos. Am Ende sollen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Eindrücke auf einem kleinen Fragebogen darstellen und auch, was sie künftig anders machen wollen. "Diese Zielvorschläge werden dann buchstäblich an einem roten Faden im Schulhaus ausgehängt", erklärt Erdkunde- und Geschichtslehrerin Anne-Christine Bonaventura, ,,so kann man immer wieder nachschauen, ob und was man von seinen eigenen Vorsätzen umsetzen konnte." Am THG soll künftig also der Begriff "Nachhaltigkeit " nachhaltig wirken.