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Vielfältige Angebote für Auge und Kehle

Vielfältige Angebote für Auge und Kehle

Der vierte Salz- und Kräutermarkt lockte gestern Hunderte von Besuchern aus nah und fern ans Salzbrunnen-Ensemble.

Wie ein großes Portal in eine andere Welt begrüßten am gestrigen Sonntag Blumen in verschiedenen Farben die Besucher, die in den Innenhof des Salzbrunnen-Ensembles wollten. Zahlreich strömten sie am gelben, roten und orangenen Pflanzenmeer vorbei, genossen die sonnige Biergarten-Atmosphäre vor dem Salzbrunnen-Carrée, schauten sich die bunten Vogelhäuschen der Naturfreunde an oder lauschten der akustischen Live-Musik von Alex Breidt und dem Duo Finngetsfamous.

Richtig viel Glück mit dem Wetter hatte die Stadt Sulzbach als Veranstalter des vierten Salz- und Kräutermarktes. Das freute besonders Heike Kneller-Luck, die die Organisation mit ihrem Team stemmte. Sichtlich entspannt genoss sie die vorbeiziehenden Hundertschaften an Gästen. "Nachher kommt sogar noch ein Bus mit Gästen von der Mosel", erzählte sie. Auch habe man telefonische Nachfragen nach Reservierungen für das "Lavendel-Café" erhalten, das im Salzbrunnenhaus zur gemütlichen Pause einlud.

Betrieben wurde es von Hagen Fetzer und seinem Team der Bäckerei und Konditorei Fetzer aus Biesingen. Der Juniorchef hilft in vierter Generation, ist derzeit Bäckermeister und in drei Wochen voraussichtlich auch Konditormeister, wie er erzählte. "Ich bin sehr positiv überrascht", sagte er über seine erstmalige Teilnahme am Salz- und Kräutermarkt. Um 6 Uhr morgens habe man mit dem Aufbau begonnen, ab 3 Uhr wurde bereits gebacken. Zu den Leckereien gehörten Petit fours oder Biesinger Kranzkuchen nach Original-Rezept seines Urgroßvaters. Als besonders begehrt zeigten sich die vor wenigen Monaten von ihm selbst kreierten Baguettes. Spektakulär war das Chili-Käse-Brot, bei dem die zugegebene BBQ-Honig-Soße flambiert und karamellisiert wurde. "Ein mmh, ist das lecker, ist die Mega-Bestätigung", lachte Fetzer.

Ebenfalls zum ersten Mal am Start war Helena Jungfleisch-Ehlert. An ihrem Stand auf der normalerweise als Parkplatz dienenden Fläche präsentierte sie Tonarbeiten mit Effektlasuren. So sprenkelten satte Grün- oder Blautöne auf den extra für den Markt entworfenen Salzschälchen oder den Ölkännchen, die teilweise auch schwimmen können - ideal als Deko für den Gartenteich. "Ich denke, das liegt einfach an der Form", erklärte sie die Schwimmfähigkeit der Schälchen, die einen gewölbten Bauch haben und sich nach unten verengen. Sehr beliebt waren ihre Steckvögel mit Nasen aus Haselnussholz und mit Puschelfrisuren aus Rosshaar. Dabei überzeugten ihre Motive immer mit klaren und einfachen Strukturen. "Diese Schlichtheit ist mir sehr wichtig", sagte sie.

Helena Jungfleisch-Ehlert (mit Hut) und Luca-Marie Schilz boten gestern Blaustern-Keramik feil. Fotos: Iris Maurer.

An insgesamt 50 Ständen konnten die Besucher Gewürze wie Pequin-Chili, Bio-Schwenker-Gewürz oder Vanillesalz erstehen. Neben der Verkostung von St.-Patrick-Malt-Whisky, vegetarischen und veganen Chutneys oder Flammlachs mit Honig-Senf-Soße bediente das Coffee-Bike anspruchsvolle Geschmäcker mit Vanille-Latte oder White-Summer-Latte. Es gab aber noch weitere Programmpunkte: So bildeten sich Schlangen am Gradierwerk, wo der Salzknecht die Salzgewinnung erklärte. Kräuterfee Petra Sämann und Monika Heib luden zu Kräuterwanderungen in den Stadtpark ein, und an der Schürfstelle oder am Kreativstand der Caritas fanden Kinder interessante Beschäftigungen.