Verkehrsbehörde sperrt Fußweg

Voraussichtlich am 15. März ziehen auf der Hirschbach die ersten Flüchtlinge ein. Die Straße, die an der Unterkunft vorbeiführt, wurde in diesem Zusammenhang in Richtung Dudweiler für Fußgänger gesperrt.

Auf die teilweise Sperrung der Straße ,,In den Rodhecken" für Fußgänger hat jetzt SZ-Leser Erwin Backes aufmerksam gemacht. Die Straße führt in ihrem weiteren Verlauf zwischen Dudweiler und Sulzbach zur neuen Flüchtlingsunterkunft auf der Hirschbach. Und ab der Eisenbahn-Überführung heißt sie dann Hirschbachstraße. Die Lebacher Dependance ist zwar noch nicht bewohnt, doch das Verbot für Fußgänger hat damit sehr wohl zu tun, wie die SZ am gestrigen Donnerstag erfuhr.

Erwin Backes weist darauf hin, dass im Internet über Facebook der Vorgang stark diskutiert wird. Früher sei die Straße vorwiegend von Bergleuten frequentiert gewesen, heute sei sie der Zugang zu einem ausgewiesenen Wanderweg (,,Camphauser Schachtweg 2") aus Richtung Dudweiler. Nun aber stünden dort die Verbotsschilder. Leser Backes vermutet auch, dass die behördliche Maßnahme mit der Ansiedlung von Flüchtlingen auf dem ehemaligen Grubengelände einher geht und fragt sich, ob man den Leuten nicht zutraue, ,,eine breite asphaltierte Straße zusammen mit Autos zu nutzen". Denn einen Fußweg gibt es hier nicht.

Nachfrage der SZ bei der Pressestelle des Regionalverbandes Saarbrücken, da dessen Verkehrsbehörde die Sperrung veranlasste. Für die Behörde erklärt Lars Weber, dass die Maßnahme, die bereits am 11. Februar erfolgte, unumgänglich gewesen sei. Mehrere Ortstermine hätten stattgefunden - mit Polizei , Landesamt für Straßenbau (LfS) und der Landeshauptstadt Saarbrücken, um sich genauestens kundig zu machen. Man sei übereingekommen, dass in Richtung Dudweiler eine Sperrung für Fußgänger erfolgen müsse, da im Verlauf der Trasse auch einige Unternehmen angesiedelt seien, und daher der Schwerlastverkehr nicht unerheblich sei. In Richtung Fischbachstraße wiederum (sie führt nach Dudweiler-Nord) sei die Fahrbahn breit genug, sodass man hier nicht habe tätig werden müssen.

Auf SZ-Anfrage erklärte im Übrigen die Pressestelle des Innenministeriums, dass die ersten Flüchtlinge am 15. März die Unterkunft auf der Hirschbach beziehen werden. Die Belegung die schon vor Wochen erfolgen sollte, hatte sich verzögert, weil es nach Angaben des Ministeriums zu Jahresbeginn noch Probleme mit Brandschutzmaßnahmen gegeben habe (SZ vom 5. Januar). Insgesamt 420 Personen sollen hier untergebracht werden.

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