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Tennis
TZS will Saarländer und Ausländer verbinden

Milan Welte ist einer von zwei Saarländern, die für das TZ Sulzbachtal in der Regionalliga im Einzel antreten.
Milan Welte ist einer von zwei Saarländern, die für das TZ Sulzbachtal in der Regionalliga im Einzel antreten. FOTO: Markus Weller/Verein / Markus Weller
Sulzbach. Das TZ Sulzbachtal startet an diesem Samstag in die Mission Klassenverbleib in der Tennis-Regionalliga. Zum Saisonauftakt ist um elf Uhr der Aufsteiger Wiesbadener THC in Sulzbach zu Gast. Von Lucas Jost

Für das Tennis-Zentrum Sulzbachtal (TZS) wird es am diesem Samstag ernst. Um elf Uhr beginnt die Regionalliga-Saison mit dem Heimspiel in Sulzbach gegen Aufsteiger Wiesbadener THC. Für die am höchsten spielende saarländische Mannschaft beginnt damit die Mission Klassenverbleib. „Wir waren letztes Jahr schon Außenseiter – und sind es immer noch“, sagt Pressesprecher Jochen Wagner: „Ziel ist der Klassenverbleib, Platz sechs.“


In der vergangenen Saison blieb das TZS nur mit Glück als Tabellensiebter in der Regionalliga. Nur weil Absteiger TC Ismaning aus der zweiten Bundesliga in die Regionalliga Süd-Ost ging, mussten die Sulzbacher nicht absteigen

In der jetzt beginnenden Saison soll der Klassenverbleib aus eigener Kraft geschafft werden. Ein Auftaktsieg gegen Aufsteiger Wiesbaden wäre wichtiger Schritt. „Wir wollen dieses Jahr direkt Zähne zeigen“, sagt TZS-Trainer Milan Hoferichter. Er wird zum Saisonstart sein stärkstes Aufgebot aufbieten können. Und das ist mit dem Montenegriner Ljubomir Celebic, dem Rumänen Victor Crivoi und den Brüdern Petar und Boris Conkic aus Ungarn gleich mit vier internationalen Spielern bestückt. Allesamt wurden extra aus Sarajevo eingeflogen. Das kostet Geld.



Der Verein geht im Umgang mit Unterstützern offen um. „Die Gelder sind komplett getrennt. Was die Regionalliga betrifft, finanzieren wir alles durch Sponsoren. Das hat mit den Vereinsgeldern nichts zu tun“, erörtert Wagner. Auf einen Pool von 20 Unterstützern könne der Verein bauen. Hoferichter widerspricht dem Vorwurf des gekauften Erfolgs. „Aktuell, ich sehe es so, brauchst du in der Regionalliga drei stabile Ausländer, um die Klasse zu halten. Oder zwei Mega-Granaten. Ich kenne unsere Spieler alle von früher, das sind alles Kumpels. Das sind Freunde von mir. Sie spielen alle für einen sehr akzeptablen, sehr fairen Preis. Und sie kommen nicht nur für das Wochenende“, sagt der 35-Jährige, der ausführt: „Sie kommen mittwochsabends in Frankfurt an, sind vier, fünf Tage bei der Mannschaft. Wir trainieren zusammen, wir essen zusammen. Sie sind fast die ganze Woche hier, das ist auch wichtig.“

Als Beispiel nennt Hoferichter Victor Crivoi. Der ehemalige Profi, dessen beste Platzierung in der Weltranglisten Rang 75 im Jahr 2009 war, ist Trainer von Horia Tecău. Zu den Erfolgen des Rumänen zählt 2015 der Sieg im Doppel mit Jean-Julien Royer in Wimbledon. Hoferichter sagt über Crivoi: „Das war göttlich: Er hat sich die Jungen im Training direkt beiseite geholt. Die Neuzugänge gehen richtig voran, das sind richtige Anführer.“

Neben den Ausländern spielen mit Lars Johann und Milan Welte (beide Jahrgang 2001) zwei saarländische Top-Talente für das Tennis-Zentrum Sulzbachtal im Einzel. Johann belegt in der deutschen U 18-Rangliste Platz acht. Welte, amtierender deutscher Hallenmeister der Altersklasse U 16, steht auf Rang 14. Im Doppel laufen außerdem die Saarländer Christopher Hobgarski und Justin Klein auf. Hoferichter, der seinen Vertrag zum Jahresende nach acht Jahren Amtszeit um weitere acht Jahre verlängert hat, sagt: „Das Ziel war immer, Ausländer und Saarländer zu verbinden.“

Die Heimspiel-Termine des TZ Sulzbachtal (jeweils 11 Uhr): 23. Juni gegen Wiesbadener THC, 30. Juni gegen TEVC Kronberg, 1. Juli gegen TV Bad Homburg, und 15. Juli gegen TSV Schott Mainz.