Testspiel vor magerer Kulisse

Nur rund 200 Zuschauer fanden am Samstag den Weg zum Sportplatz Koppshaus. Der Gastgeber FC Neuweiler hatte rund 50 Helferinnen und Helfer im Einsatz. An einem Tor der Saarbrücker konnten auch sie sich nicht erfreuen.

"Jay Jay, wen hast du denn?", fragte ein etwa sechsjähriger Dreikäsehoch am Samstag am Sportplatz Koppshaus in Neuweiler seinen ungefähr gleichaltrigen Kollegen: "Ich hab' Hohs, Dörunger und Taylor." Stolz zeigte er Autogrammkarten der Spieler des Fußballregionalligisten 1. FC Saarbrücken . Der FCS hatte sein erstes Testspiel der laufenden Vorbereitung nach Neuweiler verlegt, weil im traditionellen Austragungsort Quierschied der Rasenplatz derzeit renoviert wird.

Gegner des FCS war der luxemburgische Meister und Teilnehmer an der Qualifikation zu Championsleague Fola Esch. Deren Trainer ist der frühere Bundesliga-Spieler Jeff Strasser, der für den 1. FC Kaiserslautern und Borussia Mönchengladbach tätig war. "Bei solchen Spielen geben sich die Verantwortlichen mit der Organisation immer sehr große Mühe", sagte der Ex-Profi, "wir haben uns sehr wohl gefühlt." Das lag wohl auch daran, dass die Luxemburger deutlich besser in die Partie starteten. In der Anfangsviertelstunde musste FCS-Torwart David Salfeld einige Male sein ganzes Können aufbieten. Nach 37 Minuten war dann alle Mühe vergebens. Emmanuel Francoise erzielte das Tor des Tages für die Gäste.

Saarbrücken hatte auch seine Möglichkeiten, traf aber nicht - auch nicht, als nach der Pause auf beiden Seiten munter durchgewechselt wurde. "Wir sind gerade fünf Tage im Training. Für uns war es eine Trainingseinheit unter Wettbewerbsbedingungen", sagte FCS-Interims-Trainer Martin Forkel. Dass Forkel noch immer auf der Bank saß, war sicher ein Grund, warum nur etwa 200 Zuschauer den Weg nach Neuweiler gefunden hatten. "Es gibt halt nichts Neues zu sehen", meinte FCS-Fan Thomas Fischer , "es gibt keinen neuen Trainer und keine neuen Spieler. Das hat sicher heute viele davon abgehalten, hierher zu kommen."

Am guten Wetter und der Organisation des FC Neuweiler lag es sicher nicht. "Wir hatten etwa 50 Helferinnen und Helfer im Einsatz", sagte der FCN-Vorsitzende Frank Augustin, "der ganze Verein hat mitgezogen. Sicher hätte uns ein neuer FCS-Trainer ein paar mehr Besucher beschert, aber wir müssen dennoch zufrieden sein." Die Chance, den neuen Cheftrainer in seinem ersten Spiel für die Blau-Schwarzen zu präsentieren, hat nun der SC Viktoria Hühnerfeld. Denn schon am kommenden Samstag spielt der FCS im Ludwig-Zeitz-Stadion gegen den luxemburgischen Rekordmeister Jeunesse Esch. Anstoß in Hühnerfeld ist um 17.30 Uhr. Ob es dann vom Neuen schon Autogrammkarten gibt, ist fraglich. Die Jungs in Neuweiler tauschten noch die von Ex-Trainer Fuat Kilic.