| 20:02 Uhr

Die Session beginnt
Im Jubiläumsjahr geben die Pänz richtig Gas

Die Pänzsänger durften natürlich nicht fehlen beim Ordensfest.
Die Pänzsänger durften natürlich nicht fehlen beim Ordensfest. FOTO: Thomas Seeber
Neuweiler. Die Neuweiler Faasebooze starten schmissig in die neue Session. Gute Laune prägte das gelungene Ordensfest. Von Petra Pabst

„Neiwiller Allee Hopp - der Hof steht Kopp“ sangen die Pänz-Sänger am letzten Freitag beim Ordensfest auf der Bühne des Jugendfreizeitheims in Neuweiler. Sie läuteten damit eine ganz besondere Session des Traditionsvereins ein. 6 Mal 11 Jahre wird die Sulzbacher Karnevalsgesellschaft „Die Pänz“ in diesem Jahr. Und groß steht dieses Jubiläum auch an der Bühne in silbernen Zahlen geschrieben. Ganz klar, dass dieses Ereignis auch in deren Sessionsorden seinen Platz findet. In Gold gehalten am rot-weißen Band der Vereinsfarben prangt „6x11“ über dem Vereins-Wappen mit der rot-weißen Kappe, das von vier glitzernden Strass-Steinen umrahmt wird. Daneben die Jahreszahlen 1953 und 2019. Ein lachendes Clownsgesicht strahlt über allem und an dem Banner mit den Worten „Die Pänz im TVN“ stehen Gardisten und marschieren Gardetänzerinnen.


„Das ist eine ganz besondere Session, das müssen wir feiern“, erklärt Präsident Manfred Neuer, der mit seinem Vize Dirk Petzel gut gelaunt durchs Programm führte.

Ein schönes Bild bot sich den zahlreichen Gästen beim Einmarsch aller Aktiven. Vorneweg vollführte Herold Manfred Entinger wilde Sprünge und führte mit jauchzenden Rufen die Schar der Tanzgruppen, Elferratsmitglieder und Büttenredner an. Da wurde es auf der Bühne kurzzeitig etwas eng. Anschließend ging es an die Verleihung des Ordens. Nachdem der Präsident und sein Stellvertreter ihre Orden umgehängt hatten, wurden die süßen Mädels und der nicht weniger süße Junge der Minigarde vorgestellt. Gerade mal drei Jahre alt ist die Jüngste. Zum allerersten Mal standen sie auf der Bühne der Pänz und holten sich ihren Applaus und ihren Orden ab. Da war die Aufregung sichtlich groß.



Die Tänzerinnen der Garden schwangen bei ihren flotten Tänzen gekonnt ihre Beine. „Jetzt wissen wir, was wir all die Monate vermisst haben“, freute sich Neuer. Natürlich erhielten auch sie ihre Orden, genau wie zahlreiche Vertreter der befreundeten Karnevalsvereine. Stellvertretend für den RCV war das Kinderprinzenpaar der Holzhauer Rentrisch, Prinz Benjamin I. und seine Niedlichkeit Prinzessin Leandra Sophia I., gekommen und überbrachte seine närrischen Grüße. Auch der Verband saarländischer Karnevalsvereine, VSK, war mit einer großen Zahl von Vertretern dabei. „Ihr seht an der geballten Macht, dass uns solche Jubiläen wichtig sind. Ihr habt in den Nachkriegsjahren dafür gesorgt, dass die Menschen auch mal wieder lachen konnten“, erklärte VSK-Präsident Hans-Werner Strauß bei seiner Begrüßungsrede. Sie durften sich ebenso wie die Vertreter der Ortsvereine, Parteien und Gäste über Orden freuen.

Jörg Brenner erklärte in einer kurzen Rede, wie die Pänz zu ihrem Namen gekommen sind. „Als man sich nach der Gründung 1952/53 vergebens den Kopf über einen Vereinsnamen zerbrochen hatte, verabschiedete man sich unverrichteter Dinge mit den Worten „Gute Nacht, Ihr Pänz!“ - und so entstand der Name fast von selbst.“

Für langjährige Mitgliedschaft wurden zwei Mitglieder besonders geehrt. Für 1x11 Jahre erhielt Susanne Körbel ihren Orden und einen Ehren-Stein zum Aufstellen. Für ganze 6x11 Jahre wird Gründungsmitglied Alwine Lorscheider noch nachträglich geehrt, wenn die Pänz sie in Kürze im Seniorenheim Dudweiler besuchen und mit einem Auftritt beehren. Eine besondere Wertschätzung wurde Regionalverbandsdirektor Peter Gillo zuteil. Er wurde zum Ehren-Pänz ernannt und nahm stolz seine Kappe sowie eine Urkunde und den Orden entgegen. „Feiern könnt ihr“, sagte er anerkennend und dankte dem Verein für seine Aufbau- und Pionierarbeit und seinen Dienst für die Kommune in den zurückliegenden 66 Jahren. Die bisherigen Ehren-Pänze Alois Daniel, Stadtwerke-Prokurist Robert Stegmann, deren Geschäftsführer Jürgen Haas und Bürgermeister Michael Adam gratulierten Gillo. „Es ist mir eine große Freude, dass ich dieses Jubiläum noch erleben darf“, erklärte Ehrensenator Henri Bock, der seit den Anfängen lange Jahre aktiv dabei war, unter Tränen: „Hoffentlich gibt es die Pänz noch 500 Jahre.“ Bei der mitreißenden Musik von Martin Schwindling, dem Tausendsassa an über 200 Tasten, bewiesen die Gäste im Saal, dass sie in den vergangenen Monaten das Schunkeln nicht verlernt haben. Er umrahmte die Veranstaltung musikalisch und ersetzte mit seinen Keyboard und dem Akkordeon fast ein ganzes Orchester.

Die Termine der Pänz 2019: Kostümsitzungen am 9. und 16. Februar, Stürmung der Aula mit Auftritten: 1. März, Kindermaskenball 3. und 4. März und Schautanzfestival am 24. März.