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Graffiti erwünscht
Die Wand an neuer Bushaltestelle wird verschönert

Werner Thome bei der Arbeit im Quierschieder Weg
Werner Thome bei der Arbeit im Quierschieder Weg FOTO: Stadt Sulzbach / Anne Allenbach
Sulzbach. Die Künstlerinteressengemeinschaft Sulzbach (KIS) gestaltet die Mauer am Quierschieder Weg.

Der Wettergott gab Anlass, dass das Künstlerteam der KIS diese Woche endlich loslegen konnte. Die Rede ist von der Bemalung der vom Baubetriebshof der Stadt neu renovierten Mauer am Quierschieder Weg. Die Mauer war Ende Oktober für die Aktion vorbereitet worden. „Die Stadt hat uns den Auftrag gegeben, an dieser lebhaft frequentierten Stelle Motive aus Sulzbach Mitte auf die Mauer zu malen“, so Werner Thome, Kopf der Künstlertruppe. Thome ist einer der drei Künstler der KIS, die am „Mauerprojekt“ mitwirken.


Zusammen mit Petra von Ehren-Hiry und Fritz-Zolnhofer-Preisträger Engelbert Stein hat sich Thome im Trio Gedanken gemacht. „Wir wollten einen einheitlichen Stil finden, damit die Mauer als Gesamtkunstwerk funktioniert“, erläutert Thome vor Ort.

Die drei kreativen Köpfe haben sich geeinigt, typische Architekturen aus Sulzbach, wie das Salzbrunnenhaus, den Ravanusaplatz oder den Wasserturm, in einem grafischen Stil in Schwarzweiß auf die Mauer zu bringen. „Wir haben Schablonen gefertigt, damit im großen Format die Vorzeichnungen übertragbar sind“, so der Künstler weiter.



„Die Stadt profitiert vom regen Engagement dieser Gruppe. Ob bei Kunst-Maile-Aktion oder im Austausch mit der Künstlergruppe unserer befreundeten Kommune Rémelfing in Frankreich, die KIS ist sehr rege“, sagte Bürgermeister Michael Adam nach Angaben von der Stadtpressestelle. Noch kürzlich hatte die KIS im Rathaus ihre Dauerausstellung erneuert. „Jetzt zieren die Kunstwerke bald auch den öffentlichen Raum. Das sind  ein Mehrwert und eine Verschönerung im Bereich Quierschieder Weg“, so Adam weiter. Die Ausführung der Malereien ist wetterabhängig. Das Projekt ist bis ins Frühjahr 2019 geplant. „Wir bekommen Unterstützung von jungen Kreativen“, verrät Werner Thome lächelnd mit dem Pinsel in der Hand. Derzeit ist angedacht, eine Gruppe junger Leute aus den Bereichen Gemeinwesenarbeit, JUZ und Gemeinschaftsschule Vopeliuspark für weitere Wandgestaltungen zu formieren.