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In Sulzbach erblickt
Künstlerin fängt Atmosphäre mit der Linse ein

Blick in die Ausstellung im Salzbrunnenhaus mit Werken von Hannah Sauer.
Blick in die Ausstellung im Salzbrunnenhaus mit Werken von Hannah Sauer. FOTO: Petra Pabst
Sulzbach. Zum fünften Salinenfest präsentierte die Dudweiler Fotografin Hannah Sauer eine Auswahl ihrer Fotos der vergangenen vier Feste. Von Petra Pabst

Die Stadt blickt nicht nur auf eine lange Geschichte zurück, sondern präsentiert sich auch mit guten Freizeitangeboten und einem regen kulturellen Leben mit Konzerten, Events, Märkten, Ausstellungen und Vorträgen. So feierte Sulzbach in fünfter Auflage das Salinenfest. Ein Fest, mit mittelalterlichem Flair, das an die historischen Anfänge der Stadt insbesondere mit Bezug auf das Salz und die Salzgewinnung erinnern soll, die der Stadt ihren Namen gab. Passend zu diesem kleinen Jubiläum präsentierte die Dudweiler Fotografin Hannah Sauer mit einer Auswahl ihrer Fotos einen kleinen Rückblick auf die vergangenen vier Feste. In ihrer Ausstellung im Salzbrunnenhaus, die unter dem Titel „Bunte Gewänder und magische Momente - Das Sulzbacher Salinenfest in Bildern“ stattfand, zeigte sie Aufnahmen und Portraits, die in den zurückliegenden Jahren während des bunten Treibens entstanden waren.


Bei den Fotos von Hannah Sauer sind meist Menschen in Aktion und Bewegung festgehalten. Man hat als Betrachter das Gefühl, als wäre gerade ein Film angehalten worden und erwartet, dass dieser jeden Moment weitergeht. Sie erwischt oft „den perfekten Augenblick“ inmitten eines fortlaufenden Moments. Da mittelalterliche Märkte und Feste selbst eine Leidenschaft von ihr sind, taucht sie teilweise tief in das Geschehen ein und hält mit ihrer Kamera die Atmosphäre und die Stimmungen perfekt fest. „Diese Ausstellung versteht sich als Ouvertüre zu unserem 5. Salinenfest“, so Verwaltungschef Michael Adam bei seiner Begrüßungsansprache. Er erinnerte an die Sulzbacher Geschichte, die Bedeutung der Salzgewinnung vor einigen Jahrhunderten. Die Laudatio auf die Fotokünstlerin hielt der weit über das Saarland hinaus bekannte und beliebte „Wege-Laberer“, Zauberkünstler und Marktherold Kai Borchers - besser bekannt als „Kalibo“. Er selbst ist ein nicht selten festgehaltenes Motiv Hannah Sauers und schätzt ihre Aufnahmen sehr. So erzählte er, wie sich Hannah Sauer, 1986 in Frankfurt geboren, 2011 ihre erste Kamera gekauft hatte und damit begann - wie die meisten Menschen auch - Alltägliches wie Familien-, Erinnerungs- und Urlaubsfotos zu „knipsen“. Nur wenig später entdeckte sie ihre Leidenschaft für Mittelaltermärkte und lebensfrohe Festivals. Sie begann damit, die lustigen und skurrilen Momente, die Stimmungen und die Freude der Menschen auf Fotos einzufangen und zu bewahren.

Durch das Zeigen in sozialen Netzwerken verbreiteten sie sich im Laufe der Zeit immer mehr und mittlerweile haben ihre Fotos viele Fans. Auch schätzen zwischenzeitlich viele namhafte Künstler ihre Arbeit. Durch ihre eigene Freude am Geschehen entstehen sehr authentische Bilder, die nicht nur die Künstler und Darsteller, Musiker oder Akrobaten zeigen, sondern auch den Menschen dahinter und vor allem dessen Passion, die er in diesem Moment offenbart. Zwischenzeitlich ist die Fotografie für die zweifache Mutter und Diplom-Informatikerin weit mehr als ein Hobby. Sie ist eine gefragte und häufig gebuchte Fotografin und verbindet die Fotografie mit ihrem Hauptberuf. Sie selbst sagt: „Fotografie ist die Möglichkeit, schöne Momente im Leben für die Ewigkeit fest zu halten und sie mit Anderen zu teilen. Sich an tolle Ereignisse und fantastische Menschen ein Leben lang sichtbar erinnern zu können und vielleicht dem einen oder anderen Betrachter damit ein bisschen ihre Freude an der abgebildeten Situation weiter zu geben.“



Mehr über Hannah Sauer gibt es im Internet.