Sulzbach-/Fischbachtal Großreinemachen hilft Mutter Natur

Sulzbach-/Fischbachtal · Im Sulzbach- und im Fischbachtal leben viele Menschen, denen eine saubere Umgebung am Herzen liegt. Deshalb beteiligen sie sich am weltweiten Aufräumen in der Natur.

Fischbacher beteiligen sich gern an Aufräumaktionen, um ihren Heimatort von illegalem Unrat zu befreien, wie dieses Archivbild von der „Saarland picobello-Aktion“ aus diesem Frühjahr zeigt.

Fischbacher beteiligen sich gern an Aufräumaktionen, um ihren Heimatort von illegalem Unrat zu befreien, wie dieses Archivbild von der „Saarland picobello-Aktion“ aus diesem Frühjahr zeigt.

Foto: Petra Pabst

Die Mails schon frühzeitig checken, dann das Handy ausschalten, Kind und Kegel einpacken und ab zum World-Clean-up-Day. So könnte dieser Samstag, 16. September, aussehen. Dann nämlich laden deutschlandweit Städte und Gemeinden dazu ein, einmal kräftig vor der eigenen Haustür zu kehren.

In Fischbach-Camphausen haben sich die Verantwortlichen dafür einiges einfallen lassen, um den großen Kehraus für alle attraktiv zu gestalten. Natürlich soll es in erster Linie darum gehen, für Umwelt und Natur im Heimatort Gutes zu tun. Aber Geselligkeit und eine kulinarische Belohnung soll es auch geben.

Der Quierschieder Ortsteil Fischbach-Camphausen etwa wird für alle Teilnehmer nach getaner Arbeit ein zünftiges Mahl bereitstellen. Bereits um 9 Uhr treffen sich die Bürger an der Fischbachhalle. Sie befreien das Ufer des Fischbachs und die Grünflächen in der Ortsmitte von Plastikmüll, Papier und sonstigen umweltschädlichen Hinterlassenschaften.

Dabei werden auch der Ortsvorsteher Marcus Jung und der Naturschutzbeauftragte von Fischbach-Camphausen, Torsten Heintz, mitmachen.

In Quierschied freut sich der Naturschutzbeauftragte der Gemeinde, Stefan Kees, auf möglichst viele Teilnehmer. Um 15 Uhr ist Treffpunkt auf dem Mitfahrer-Parkplatz der A 8, Anschlussstelle Merchweiler. Kees wird dann seine Clean-Up-Gruppe in das Waldgebiet Richtung Kraftwerk Weiher führen. Die Aktion dauert voraussichtlich bis 17 Uhr.

Auch der Quierschieder Ortsteil Göttelborn beteiligt sich mit einer eigenen Aktion am Clean-up-Day. Treffpunkt ist um 10 Uhr in der Ortsmitte am Vogelnest, wo der Natur- und Umweltschutzbeauftragte des Gemeindebezirks, Tim Rozenski, dazu einlädt, Richtung Forsthaus aufzuräumen und entlang der Straße nach Merchweiler den Müll zu beseitigen.

„Leider ist es ja noch immer so, dass viele Menschen alles einfach aus dem Auto herauswerfen, vor allem ihre Zigarettenkippen“, so Rozenski. „Das geht natürlich gar nicht. Ein Clean-up-Day ist gut und richtig, wichtiger wäre es allerdings, wenn wir alle einfach darauf achten, weniger Müll zu produzieren.“

In Sulzbach startet die Aktion zur gleichen Zeit. Treffpunkt ist um 10 Uhr das Brefelder Loch in der Kreuzgrabenstraße am Ortseingang von Brefeld. Eine zeitliche Begrenzung haben die Organisatoren in der Salzstadt nicht vorgesehen. Müll und Unrat wird so lange gesammelt wie die Kondition der Beteiligten eben reicht. Während des Aktionstages wird es nach Angabe der Stadt Kleinigkeiten zur Stärkung der Helfer geben. „Eine saubere und schöne Stadt trägt maßgeblich zur Lebensqualität bei“, schreibt die Stadt Sulzbach zum Clean-Up-Day und ergänzt: „Es liegt in der Verantwortung aller, daran mitzuarbeiten und unsere Stadt lebenswerter zu machen.“ Leider wollten immer noch zu viele Menschen ihren Müll illegal loswerden. „Wöchentlich sammeln die Stadtreinigungskontrolle sowie der Baubetriebshof der Stadt kubikmeterweise illegalen Müll auf, was die Steuerzahler etwa 75 000 Euro pro Jahr kostet.“

Den World-Clean-Up-Day gibt es in seiner jetzigen Form seit 2018. Er findet seitdem weltweit jeweils am dritten Samstag im September statt. Im vorigen Jahr gab es knapp 300 000 Teilnehmer.

Weitere Infos gibt es im Internet unter