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Süße Leckerei aus der Salzstadt

Sulzbach. Von den Bienen bis zum fertigen Honig ist es ein langer Weg. Volker Bach ist Hobbyimker aus Leidenschaft und hat der Saarbrücker Zeitung einen Einblick in seine liebste Freizeitbeschäftigung gewährt. Christina Rink

. In Sulzbach summt es, genauer gesagt bei Freizeitimker Volker Bach. Ende 2012 hat er mit dem ersten Bienenvolk angefangen und nennt mittlerweile 15 Bienenstöcke stolz sein Eigen.

"Begonnen hat alles mit einem Imkerkurs, den ich gemeinsam mit einem Freund besucht habe", erklärt der enthusiastische Bienenzüchter. Zuerst war er ein Jahr Imker auf Probe und bekam dafür die komplette Ausrüstung gestellt. Nach Ablauf dieser Frist hatte er so viel Gefallen am Imkern gefunden, dass er sein erstes eigenes Bienenvolk bekam. Elf Personen haben beim Imkerverein in Altforweiler den Kurs zusammen mit Bach absolviert. Davon sind zehn dabei geblieben, erzählt der Freizeit-Imker und: "Dieses Hobby ist sehr zeitaufwendig." Im Winter bereitet er gemeinsam mit seiner Familie alles für das neue "Bienen-Jahr" vor, welches im März beginnt und spätestens im August bereits wieder endet.

Mit einem Schubkarren, leeren Waben und Schutzanzügen begleiten wir den Imker zu dem kleinen Grundstück, wo er seine Bienenstöcke stehen hat. Die Bienen sitzen hier auf zwei Etagen - wie in einem Baukastensystem - und werden mit einem Gemisch aus Honig und Zucker gefüttert. Die Bienenkönigin trägt als Einzigste einen Punkt auf dem Rücken, aber warum? "Die Königin bekommt jedes Jahr eine farbige Markierung, hauptsächlich zur Altersbestimmung. In diesem Jahr ist der Punkt Grün und wird im nächsten Jahr durch einen Blauen ersetzt," weiß der Sulzbacher Imker. Die Königin beginne nach der Winterpause gegen Ende Februar mit dem Eierlegen und kann dabei sogar selbst bestimmen, ob die Bienen männlich oder weiblich werden.

"Die Bienen sind den ganzen Tag über aktiv. Sie beginnen bei Sonnenaufgang mit dem Flug und kümmern sich nachts um die Stockarbeit," erzählt Volker Bach. Damit er die mit Honig gefüllten Waben aus dem Bienenstock entnehmen kann, ohne dabei gestochen zu werden, benutzt er während der Ernte Rauch, um die Bienen ruhig zu stellen. Der Honig wird mit Hilfe einer Honigschleuder aus den Waben herausgeschleudert. Zuvor müssten allerdings die Zelldeckel entfernt werden. Der fertige Honig wird dann regelmäßig gerührt, bis er glänzt und die richtige Konsistenz hat. Die Familie Bach produziert unter anderem Blütenhonig, Rapshonig und Akazienhonig und bietet diesen auch gerne zum Verkauf an.



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