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Randnotiz
Holz-Stelen weisen auf Rechte hin

Sulzbach. In diesem Jahr stand auf dem Lehrplan des Fachs Religion in der siebten Klasse das Thema Kinderrechte. Es ist eine Problematik, mit der sich ganz Deutschland im Rahmen des Weltkindertages des Kinderhilfswerks Unicef am 20. November befassen wird. Von red und Patric Cordier

Am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) entstand während des Unterrichts die Idee, Stelen zu entwerfen, worauf die einzelnen Kinderrechte abgebildet sind. Insgesamt sind 14 Stück entstanden zu Themenbereichen wie das Recht auf Bildung, auf Teilhabe, auf Freizeitgestaltung oder Gesundheit. Die einzelnen Stelen wurden von Schülerinnen und Schülern aus den Klassenstufen sieben und acht entworfen und bereits gegen Ende des abgelaufenen Schuljahres fertiggestellt. Sie entstanden aus der Unterrichtsreihe Kinderrechte in Religion bei Fachlehrerin Birgit Neises.


Da nur zweimal die Woche Religionsunterricht war, begann man mit der Fortsetzung des Projekts in den Pausen. Das bedeutet, dass die einzelnen Schüler, die daran gearbeitet haben, keine Pausen hatten, sondern lieber an den Stelen gearbeitet haben. Es war ein Projekt, das über sechs Wochen lief. Damit die Stelen auch gut halten, bestehen sie aus Holzbohlen, die abgeschliffen wurden. Dann wurden sie mit verschiedenen Holzfarben bemalt. Damit sie auch wetterfest sind, wurde mehrmals mit Bootslack darüberlackiert.  

„Ich persönlich finde, dass es ein großer Unterschied ist, wenn man auf Holz malt und wenn man auf Papier malt. Ich habe zwei oder drei Religionsstunden an meiner Stele gearbeitet, den Rest habe ich dann in den Pausen fertiggemacht“, sagte Schülerin Bea, „ich fand es schön, dass wir auch einmal etwas Handwerkliches im Unterricht machen. Ich habe die Stele Medizin angefertigt, und das Projekt hat mir sehr viel Spaß gemacht.“



Die Stadt Sulzbach hat sich dazu bereit erklärt, die notwendigen Halterungen entlang des Mellinweges anzubringen und die Bretter zu installieren. Die Stelen wurden außerhalb der Schule angebracht und zwar an dem Parkplatz an dem Hang zur Straße hin. Dort stehen sie künftig als „Straße der Kinderrechte“ auch für die interessierte Öffentlichkeit sicht- und erlebbar, als deutliches Zeichen für die Bedeutung von Kinderrechten weltweit.(Text von Laura Neymann)