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SPD Sulzbach will zurück auf Platz eins im StadtratSPD entscheidet nach dem 7. Juni

Die Sulzbacher Genossen um Parteichef Kalle Christmann wollen bei der Kommunalwahl auf Platz eins landen. Foto: ll
Die Sulzbacher Genossen um Parteichef Kalle Christmann wollen bei der Kommunalwahl auf Platz eins landen. Foto: ll
Sulzbach. "Gemeinsam zu machbaren Zielen". So ist das Programm der Sulzbacher Sozialdemokraten für den Kommunalwahlkampf überschrieben. "Am Abend des 7. Juni wollen wir wieder die stärkste Fraktion im Stadtrat stellen", sagt Rainer Latz, der Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat seiner Partei. Diesen Rang hatte die CDU der SPD bei der Kommunalwahl 2004 abgelaufen Von Michael Emmerich und Elmar Müller (SZ)

Sulzbach. "Gemeinsam zu machbaren Zielen". So ist das Programm der Sulzbacher Sozialdemokraten für den Kommunalwahlkampf überschrieben. "Am Abend des 7. Juni wollen wir wieder die stärkste Fraktion im Stadtrat stellen", sagt Rainer Latz, der Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat seiner Partei. Diesen Rang hatte die CDU der SPD bei der Kommunalwahl 2004 abgelaufen. Die Christdemokraten kamen damals auf 37,6 Prozent und 13 Sitze im Stadtrat, die SPD erhielt 35,5 Prozent und zwölf Sitze. "Wir vertrauen auf die Überzeugungskraft unserer Argumente und die Kompetenz unserer Kandidaten", erklärt Kalle Christmann, der Chef der Sulzbacher Genossen. Im Mittelpunkt des SPD-Programms steht die Stadtentwicklung. Gabriele Gandner, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Spitzenfrau hinter Rainer Latz auf der Liste, spricht von "Innenstadtsanierung" und "Stadtumbau". Hierzu hat die SPD Visionen, "aber auch Pläne", wie Kalle Christmann betont. Die reichen von der Schaffung von Bauland auf dem Gelände des jetzigen Jahnsportplatzes mit der Errichtung eines Mehrgenerationenhauses, über eine neue "Sichtachse" von der Aula über das Möbel-Ott-Gelände und den Ravanunsaplatz bis zu einem Stadtplatz vor dem Rathaus. Auf dem Jahngelände sieht die SPD die letzte Möglichkeit, Bauland in der Stadt zu schaffen. "Das brauchen wir, um junge Familien in die Stadt zu bekommen", sagt Christmann. Das Jahngelände gehört aber dem Turnverein. Die Sozialdemokraten wollen dem Verein mit städtischem Geld helfen, die erforderlichen Bodenuntersuchungen zu machen. Nach Ansicht von Gandner, Latz und Christmann ist der Ausbau der Bahnhofstraße als verkehrsberuhigte Zone längst überfällig. Auch vom Ravanusaplatz sollen die Autos ganz runter. Nur noch zwei bewirtschaftete Parkzonen soll es in der Stadt geben: das Parkhaus und den unteren Marktplatz, ansonsten nur noch Kurzparkzonen. Weitere wichtige Themen sind für die SPD Kinder und Jugendliche. So sollen die Betreuungsmöglichkeiten in den Kindergärten ausgebaut werden. Die Genossen plädieren für eine echte Ganztagsschule und wollen die Einrichtung von Jugendtreffs in den Stadtteilen. Beim Thema Sicherheit setzt die Sulzbacher SPD auf eine Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei, Ordnungsbehörde und privaten Sicherheitsunternehmen. Nach dem Willen der Sozialdemokraten soll die eigenständige Kulturpolitik in der Stadt ausgebaut werden. Christmann meint: "Mit unserer Volkshochschule, der Musikschule, der neuen Aula und dem Salzbrunnenhaus hat Sulzbach in der Region ein Herausstellungsmerkmal." Sulzbach. Nach dem Rückzug von Amtsinhaber Hans-Werner Zimmer ist die Sulzbacher SPD immer noch auf der Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten. "Mit einer Entscheidung warten wir bis nach der Kommunalwahl am 7. Juni", sagte der Sulzbacher SPD-Chef Kalle Christmann der SZ. Ihn sehen viele in der Stadt in der Pflicht, anzutreten. Doch noch ziert sich Christmann. Er sagt aber auch: "Wenn die Partei mich wählt, werde ich mich nicht dagegen wehren." Allerdings hat die SPD auch bei ihrer Kandidatenkür, wie in ihrem Wahlprogramm, durchaus Visionen. So sagt der Fraktionsvorsitzende Rainer Latz: "Wir können uns auch vorstellen, dass wir einen anderen SPD-Kandidaten, egal wo er herkommt, unterstützen." Auch die Unterstützung eines freien Kandidaten sei durchaus denkbar. Allerdings sehen weder Latz noch Christmann in dieser Sache Eile geboten. "Wir wollen uns Zeit lassen", sagt Christmann. Zuerst komme die Pflicht mit der Kommunalwahl, dann die Kür mit der Nominierung des Kandidaten. Eines steht für die Sulzbacher SPD aber schon fest: "Michael Adam ist für das Amt nicht geeignet. Wir haben ihn schon bei der Bürgermeisterwahl 2002 abgelehnt. Das tun wir auch diesmal." me/ll