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Sogar ein Motor war dabei

Altenwald. Stellvertretend für alle Kinder, die sich an der Picobello-Aktion in diesem Jahr beteiligten, haben wir diesmal die Waldschule in Altenwald herausgepickt. Sie war die mitunter stärkste Müllsammelgruppe in unserer Region. bo

Die Liste der illegal entsorgten Müllstücke ist wieder lang. Unter den Gegenständen, die die Kinder der Altenwalder Waldschule am Freitagmorgen innerhalb der Müllsammelaktion "Picobello" aufgepickt haben, sind elektronische Geräte wie Computer und sogar ein V8-Motor. "Die Kinder wollten ihn mitnehmen, haben ihn aber nicht gepackt", erzählt Schulleiterin Anne Müller. Wegen des im Motor enthaltenen Öls bat sie die Feuerwehr darum, diesen zu entsorgen. Gefunden wurde er hinter der Skaterbahn - im Wald.

Leider ist der Wald noch immer ein beliebter Ort für illegale Entsorgung. Und so kamen auch am Freitag wieder zahlreiche Müllsäcke zusammen, die zwischenzeitlich auf dem Schulhof deponiert wurden. Manche der Säcke entpuppten sich jedoch als zu schwer, um sie von den Kindern transportieren zu lassen. Der Entsorgungsverband Saar (EVS), von dem "Picobello" ausgeht, kümmert sich jedoch um die Abholung.

Das Wetter hat prima mitgespielt, und alle Kinder waren ausreichend mit Handschuhen, Müllsäcken und Greifzangen versorgt, berichtet Anne Müller. Der Weg der Sauberkeit führte auch aus Altenwald heraus, unter anderem zum Anfang des Weges zum Bauernhof in Schnappach oder zum dortigen Spielplatz. Neben der hohen Motivation, die Anne Müller bei den Kleinen erkannte, erzählte sie auch von dem sichtbaren Entsetzen, dass die Jungen und Mädchen in Hinblick auf das hohe Müllaufkommen verspürten.

Bevor es ernst mit dem Sammeln in der Natur wurde, war der Müll bereits Thema in der Waldschule. "Alle Klassen hatten in den ersten beiden Stunden Unterricht", so die Schulleiterin, "dabei wurden im Sachunterricht die Themen Mülltrennung und Umweltverschmutzung aufgegriffen". So konnten die ersten Klassen verschiedene Abfallarten kennenlernen und die unterschiedlichen Mülleimer im Klassensaal thematisiert werden.

"Im vierten Schuljahr wurde eine Geschichte vorgelesen, in der es um die Nachhaltigkeit geht", sagt Müller. Darin kam auch zur Sprache, wie arglos Menschen öffentliche Plätze verwüsten oder Blumen abreißen, die unter Naturschutz stehen. Anschließend mussten Fragen beantwortet werden. Dadurch wurde eine Diskussion ausgelöst, bei der deutlich wurde, wie die Kinder solcherlei sehen. "Ich persönlich finde Picobello toll, da es nicht nur darum geht, Müll von anderen einzusammeln", lobt die Schulleiterin. Vielmehr sorge die Aktion dafür, dass die Kinder ein Bewusstsein für Natur und Umwelt erlangen.