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Helfer
So wollen Rettungskräfte für Sicherheit sorgen

Beim Brand dieses Unimog der Straßenmeisterei auf der Hirschbach hatten die  Sulzbacher Feuerwehrleute einen wichtigen Einsatz 2017.
Beim Brand dieses Unimog der Straßenmeisterei auf der Hirschbach hatten die Sulzbacher Feuerwehrleute einen wichtigen Einsatz 2017. FOTO: Sulzbacher Polizei
Sulzbach. Organisationen sehen sich für den Ernstfall gerüstet. Dies soll Bürger in Sulzbach ein gutes Gefühl geben.

Technische Hilfe – nicht nur bei Katastrophen“ unter dieser Überschrift lieferte Christian Pauli einen informativen Bericht über das, was das THW Sulzbach zu leisten vermag. Die Bevölkerungsschutz-Organisation des Bundes ist  echnisch-logistisch bestens präpariert - im In- und Ausland. Sie half tatkräftig mit bei der Realisierung der Flüchtlingsunterkunft auf der Hirschbach in Sulzbach, war natürlich auch zugegen, als die Salzstadt von dem ein oder anderen großen Hochwasser heimgesucht wurde. Und ist in der Lage, ad hoc 600 Menschen zu versorgen, wenn etwa ein ICE auf der Strecke liegenbleibt. Auch beim Großbrand eines Hydac-Werks in Sulzbach-Neuweiler war das Know How des THW unverzichtbar.


Die Sulzbacher Wehr stellte anschaulich Thomas Theobald vor. In knappen Worten zusammengefasst: 150 Mitglieder im aktiven Einsatzdienst in allen drei Löschbezirken, 70 in der Jugendfeuerwehr, 30 im Spielmannszug. 150 Einsätze zählt man im Jahr. Zur Sprache kam hier auch die  sogenannte Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Die allesamt ehrenamtlichen Helfer unterstützen Menschen, die Schreckliches erlebt haben, sie helfen ihnen mit dieser Belastung zurecht zu kommen. Und das sind vor allem die  Rettungskräfte, die Schwerverletzte und Tote bergen und andere furchtbare Sachen erleben.

Christian Haag, DLRG-Ortsgruppe Sulzbach, unterstrich die Wichtigkeit der öffentlichen Bäder mit den Worten: „Kein Bad - keine DLRG. Badewannen sind zu klein und Trockenschwimmen macht keinen Spaß.“ Prävention durch Schwimmunterricht im Sportzentrum Mellin, Aufklärung und Wasserrettungsdienst bei Großveranstaltungen (Saarspektakel in der Landeshauptstadt), das sind die Kernaufgaben der Lebensretter. 300 Mitglieder zählt die Ortsgruppe Sulzbach, davon rund 70 Prozent Kinder und Jugendliche.  Zirka 1000 Stunden Schwimmausbildung pro Jahr und 600 Stunden Rettungsschwimmausbildung pro Jahr- auch das sind Fakten rund um die Sulzbacher DLRG. Im Übrigen, so Christian Haag, sei die Nachfrage nach Schwimmkursen „extrem hoch“.

Das Deutsche Rote Kreuz in Sulzbach stellte Stefan Kuhn ausführlich vor: 430 Fördermitglieder, 25 aktive Mitglieder und 20 Mitarbeiter als Rettungsdienst-Fachpersonal - das auf einen Blick. Wobei das DRK sich überwiegend durch die Beiträge der Fördermitglieder und Spenden finanziert. Vielfältig im Bereich Ausbildung und stets präsent bei allen Großveranstaltungen freut sich auch diese Institution über jeden Neuzugang. Im Übrigen erfuhr man, wie eine Rettungskette bei welchem Ereignis funktioniert. Und warum sie funktioniert.

Zudem erfuhr das zahlreich erschienene Publikum im Salzbrunnenhaus, dass Feuerwehr und THW in Sulzbach eng zusammenarbeiten. Man sei sehr gut aufeinander abgestimmt, betonten beide Seiten, im Übrigen habe man bundesweit den ersten Kooperationsvertrag miteinander geschlossen.



Der Sicherheit vor Ort kann auch das nicht abträglich sein.

(mh)