Schwitzen für Kinder in Afrika

Die Kinder der Albert-Schweitzer-Grundschule in Dudweiler haben bei einem Benefizlauf Spenden für Afrika gesammelt.

Zu dem Benefizlauf waren fast 120 der 185 Schüler an den Start gegangen, um für jede gelaufene Runde auf dem 750 Meter langen Kurs Geld bei einem Sponsor einzusammeln. Jedes Kind bekam nach dem Lauf einen Runden-Zettel von einem Lehrer auf dem, je nach seiner eigenen Anstrengung, eine, zwei oder gar sechs Runden vermerkt waren.

Den zusammengekommenen Betrag wird die Schule an das 1913 vom Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer im afrikanischen Land Gabun gegründete Hospital in Lambaréné schicken.

Schulleiterin Ruth Währisch erklärte vor dem Start den kleinen Läufern und ihren Eltern das Leitbild der Albert-Schweitzer-Schule, den Ausspruch Schweitzers: "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."

In der Grundschule stehe die Entwicklung der Persönlichkeit an vorderster Stelle. Die Kreativität der Schüler, ihre Eigenverantwortlichkeit und ihre Individualität würden daher gezielt gefördert. Zugleich werde aber auch der Gemeinschaftssinn gefördert. Das zeigten die vielen Schüler, die an diesem Benefizlauf teilnehmen. Denn: "Wir als Schulgemeinschaft laufen für Menschen, für Kinder, denen es nicht so gut geht wie uns", betonte Währisch. Entlang der Strecke sorgten rund 20 ehrenamtliche Streckenposten - Geschwister und Eltern - für einen sicheren Lauf der Schüler entlang des 750 Meter langen Rundkurses. Dorothee Quinten, die Hauptorganisatorin, war die erste Runde vor den Kindern vornweg gelaufen. Zuerst bei dem 15-minütigen Lauf der Erst- und Zweitklässler und dann im zweiten Lauf der Dritt- und Viertklässler, der über 20 Minuten ging. "Damit die Kinder die Strecke kennenlernen und nicht von Anfang an zu schnell laufen", erklärte die Ausdauersportlerin. Kinder und Eltern waren begeistert und freuten sich auf das anschließende Konzert im Foyer der Schule.

Evelyn David war mit ihren acht Jahren drei Runden gelaufen. "Eigentlich hatte ich zwei geplant", sagte das zierliche Mädchen, das noch völlig außer Puste war. "Ich bin für die anderen Kinder gelaufen, die nicht so viel Glück haben wie wir", so die Achtjährige. "Für die habe ich mich angestrengt."

Auch die neun Jahre alte Mia Birkenmeier, die ganze vier Runden geschafft hat, war glücklich: "Das habe ich gern gemacht", sagte sie, noch außer Atem. Sie sei gelaufen, um sich einzusetzen für ein Projekt, das Leuten in Afrika hilft.

"Ich finde es ganz toll, dass die Kinder für das Projekt laufen und eigenes Engagement zeigen können", sagte Dieglind Geerdts, die Vorsitzende des Fördervereins der Albert-Schweitzer-Schule. Die Kinder hätten sich selbstständig Paten gesucht, Eltern, Großeltern oder auch ältere Geschwister, die dann für jede Runde einen kleinen Betrag spendeten, auch das verdiene Anerkennung.