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Schüler schnuppern rein in Lieblingsberufe

Schüler schnuppern rein in Lieblingsberufe

Sulzbach. Für Anna-Lena und ihre Freundin Laura war es ein Erlebnis. "Drei Wochen kein Unterricht. Das war echt klasse", meinten die beiden 15-jährigen Realschülerinnen schmunzelnd. In dieser Zeit schnupperten die Freundinnen in ihre Lieblingsberufe rein.Viel Spaß im WildparkAnna-Lena war im Saarbrücker Wildpark, kümmerte sich dort um die Tiere

Sulzbach. Für Anna-Lena und ihre Freundin Laura war es ein Erlebnis. "Drei Wochen kein Unterricht. Das war echt klasse", meinten die beiden 15-jährigen Realschülerinnen schmunzelnd. In dieser Zeit schnupperten die Freundinnen in ihre Lieblingsberufe rein.

Viel Spaß im Wildpark

Anna-Lena war im Saarbrücker Wildpark, kümmerte sich dort um die Tiere. "Ich habe sie gepflegt und gefüttert", erzählte sie. "Ich könnte mir durchaus vorstellen, eine Ausbildung zur Tierpflegerin zu machen", sagte die 15-Jährige. Laura arbeitete in einem Betrieb für Orthopädietechnik. "Ich habe Einlagen hergestellt und beim Bau von Prothesen geholfen", berichtete sie. Beide Mädels waren sich einig: "Es hat uns großen Spaß gemacht." Ob Altenpflegerin, Fotograf, Friseurin, Kfz-Mechatroniker, Orthopädie-Fachangestellte oder Tierpflegerin - die Liste der Berufe, in deren Abläufe jeweils 37 Haupt- und Realschüler der Erweiterten Realschule Sulzbach während eines Betriebspraktikums Einblicke erhielten, ist lang.

Drei Wochen durften die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 H und 9 M in ihren Lieblingsberuf reinschnuppern. Am Dienstagabend stellten sie im Rahmen eines Informationsabend ihren Eltern und den Betriebsbetreuern anhand von Collagen und Werkstücken ihr Praktikum vor. Das Bistro der Schule war voll, als Schulleiter Gerd Wagner den Abend mit einer Powerpoint-Präsentation über die umfangreiche Berufsorientierung der Schule eröffnete. Dank sagte Wagner den Betrieben für die Bereitstellung von Praktikumsplätzen.

"Es waren für alle sicherlich drei interessante Wochen", meinte Wagner. Einige hätten sicherlich ihren Traumberuf gefunden, andere wiederum seien jetzt wohl überzeugt, noch länger die Schulbank drücken zu wollen. Für die 13-Jährige Joelle wird 2012, wenn sie ihren Abschluss in der Tasche hat, wohl Schluss sein mit Schule. Sie will Altenpflegerin werden. "Beim Praktikum im Seniorenheim in Friedrichsthal habe ich festgestellt, dass mir der Beruf gut gefällt und auch zu mir passt", sagte die 13-Jährige. Unschlüssig ist dagegen noch die 15-jährige Vanessa. Ihr Betriebspraktikum machte sie in einem Zoogeschäft. Auch wenn es ihr dort sehr gut gefallen habe, so werde sie nach der Mittleren Reife wohl doch eine weiterführende Schule besuchen, meinte sie. Nach Angaben der stellvertretenden Schulleiterin Anna Schley verlassen im nächsten Jahr 83 Schüler die Bildungseinrichtung am Sulzbacher Vopeliuspark: 48 Real- und 35 Hauptschüler.