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Schüler geben sich ihre Regeln selbst

Schüler geben sich ihre Regeln selbst

Dieser Tage fand für die Klassen 5a, 5b und 5c der neuen Gemeinschaftsschule Vopeliuspark Sulzbach ein "Coolnesstraining" statt. Dabei hatten die Schüler Spaß und konnten spielerisch viel lernen.

Sulzbach. Das vom Jugendamt in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Powerful Kids" initiierte Projekt unter der Leitung von Stefanie Römer und Christoph Dostert zielt insbesondere darauf ab, den Einsatz von Gewalt zu vermeiden. Dies erfolgt durch die Schulung der Empathie (Mitgefühl), die Förderung und Stärkung der Gruppengemeinschaft und auch durch die direkte Konfrontation mit der Tat, wie die Schule in einer Pressemitteilung schreibt.Grundlage des Trainings sei die "konfrontative Pädagogik", die mit wenigen klaren Regeln auskomme und hauptsächlich auf die Bewusstmachung der Handlungen abziele. Ein wichtiger Baustein ist den Angaben zufolge außerdem die Stärkung des positiven Selbstkonzepts. Dabei würden Techniken der positiven Rückmeldung erlernt.

Am ersten Projekttag wurden gemeinsam Verhaltensregeln für die Klasse erarbeitet. Hierzu formulierten die Kinder zunächst Ziele, die sie innerhalb der neuen Klassengemeinschaft umsetzen wollen. Sie nannten "keine Gewalt", "kein Mobbing" und "keine Angeberei" sowie "Freundlichkeit" und "Zusammenhalten". Zur Untermauerung und Verfestigung dieser für die Klassengemeinschaft festgelegten Verhaltensnormen machte Stefanie Römer mit den Schülern verschiedene (Sozialkompetenz-)Spiele, die vor allem eines verdeutlichten: Genau wie bei einem Spiel benötige man auch innerhalb der Klassengemeinschaft eine Anleitung oder einen Plan, der dabei hilft, das angestrebte Ziel zu erreichen. Das wurde auch den Schülern schnell klar, weshalb gemeinsam ein Plan in Form einer Regelsonne entworfen wurde, der nun die wichtigsten Klassenregeln verdeutlicht.

Der zweite Projekttag galt dem Thema Gewaltprävention. Um zu wissen, wie sie Gewalt effektiv vorbeugen können, mussten die Schüler erst einmal definieren, was für sie überhaupt Gewalt ist: Schlagen, Treten und Schubsen, Beleidigungen und Mobbing. Auch an diesem Tag des Coolnesstrainings stand die spielerische Vermittlung der Inhalte im Vordergrund. In Rollenspielen lernten die Schüler, in Alltagssituationen "angemessen auf verschiedene Gewaltsituationen" zu reagieren oder diese mittels Vermeidung erwarteter Reaktionen zu entschärfen.

Das Coolnesstraining soll in den kommenden Wochen in den Klassenstufen 6 und 7 der ERS wiederholt und vertieft werden, schreibt die Schule weiter. red