1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Sulzbach

Schmuckes Wohnhaus völlig ausgebrannt

Schmuckes Wohnhaus völlig ausgebrannt

Neuweiler. Gestern, kurz vor 13 Uhr in der Martin-Luther-Straße in Neuweiler: Aus dem kleinen Dachfenster des schmucken Einfamilienhäuschens gegenüber der Sparkasse kommen dicke graue Rauchwolken. Die Feuerwehrmänner, die von der Drehleiter aus versuchen, die Flammen im Dachgeschoss zu löschen, sind kaum noch zu erkennen. Beißender Geruch erfüllt die Luft

Neuweiler. Gestern, kurz vor 13 Uhr in der Martin-Luther-Straße in Neuweiler: Aus dem kleinen Dachfenster des schmucken Einfamilienhäuschens gegenüber der Sparkasse kommen dicke graue Rauchwolken. Die Feuerwehrmänner, die von der Drehleiter aus versuchen, die Flammen im Dachgeschoss zu löschen, sind kaum noch zu erkennen. Beißender Geruch erfüllt die Luft. Polizisten drängen die zahlreichen Schaulustigen zur Seite. Rafael Mailänder, der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren im Regionalverband, sagt: "Über den Rundfunk wurden die Anwohner gebeten, alle Fenster zu schließen." Nach Angaben von Mailänder wurde die Berufsfeuerwehr in Saarbrücken um 12.33 Uhr alarmiert. Nur wenige Minuten später ist die Neuweiler Wehr bereits vor dem Objekt. Kurze Zeit danach treffen weitere acht Einsatzfahrzeuge - dabei auch die große Drehleiter der Sulzbacher Wehr - in der Martin-Luther-Straße ein. "Hoffentlich ist keiner mehr im Haus", sagt eine besorgte Nachbarin. Regionalverbands-Brandinspekteur Reiner Schwarz beruhigt die Leute: "Es war keiner in dem Haus, als der Brand sich entzündete. Und auch im Nachbarhaus ist niemand." Angelika Merten steht vor dem Haus. Sie ist fassungslos. "Das Haus gehört Markus Brust, dem Cousin meines Mannes", sagt sie und schlägt die Hände vors Gesicht. "Sie haben das ganze Haus erst renoviert, und jetzt ist alles kaputt." Mittlerweile haben die Feuerwehrleute, insgesamt sind 70 Frauen und Männer im Einsatz, die Ziegel und die Wärmedämmung vom Dach entfernt und greifen das Feuer im Gebälk jetzt direkt an. Im Nachbarhaus hält ein anderer Trupp Wache, passt auf, dass das Feuer nicht übergreift. Zwei Feuerwehrmänner müssen wegen Erschöpfung vom Roten Kreuz behandelt werden. Einer kann nach einer kleinen Pause weitermachen. Der andere jedoch wird ins Krankenhaus gebracht. "Einer der Feuerwehrmänner hatte noch seinen Schaffanzug unter seiner Montur", erklärt eine Frau. In Gedanken versunken steht Besitzer Markus Brust vor den Resten seines Hauses. Er ist erstaunlich gefasst. "Die Hauptsache ist doch, dass es meiner Familie gut geht und niemandem etwas passiert ist", sagt er. Und wie geht es nun weiter? "Wir kommen erst mal bei meinen Eltern in Spiesen unter." "Das Haus ist unbewohnbar, Erdgeschoss und Dach sind völlig ausgebrannt", erklärt Rafael Mailänder. Zur Brandursache sagt er nichts. "Das klären die Brandermittler vom Landeskriminalamt." Markus Brust ist bei Nachbarn. Von allen Seiten bekommt er Trost. "Gott sei Dank ist keinem etwas passiert", ist immer wieder zu hören.