Gegen Schmierfinken: Schmierereien aus Stadtbild gestrichen

Gegen Schmierfinken : Schmierereien aus Stadtbild gestrichen

Seit einigen Tagen sind die Graffiti an der Unterführung am Sportzentrum Vergangenheit. Das kostet die Stadt Steuergelder.

() Anfang des Jahres startete das neue „Graffiti-Konzept“ der Stadt Sulzbach. Als Erstes wurden damals die Schmierereien an der Trafostation der Stadtwerke am Quierschieder Weg beseitigt (die SZ berichtete) . In den vergangenen Wochen kümmerten sich Mitarbeiter des städtischen Bauhofes um die Beseitigung von Graffiti in der Unterführung am Quierschieder Weg in Höhe des Sportzentrums. Über viele Jahre hatten sich dort zahlreiche „Künstler“ mit ihren Werken verewigt. Mehrere Schichten bunter Farben waren da übereinander. Jetzt sind diese verschwunden, alles wurde neu gestrichen, wie die Stadtpressestelle mitteilt.

In fünf Arbeitstagen verpassten die Männer vom Bauhof der kompletten Unterführung – immerhin 80 Quadratmeter Decke und 280 Quadratmeter Wandflächen – einen neuen Anstrich. Nach der Säuberung mit einem Hochdruckreiniger und der Grundierung mit einem sogenannten Multiprimer wurden sowohl die Decke (in Weiß) und die Wände (in Lichtgrau) jeweils zweimal gestrichen. Allein die Materialkosten für diese Aktion belaufen sich auf 2100 Euro. „Die Männer vom Bauhof haben hier ganze Arbeit geleistet“, stellte Bürgermeister Michael Adam bei einer Besichtigung der Unterführung lobend fest.

Weiterhin verwies er darauf, dass künftige Schmierereien und ähnliches sofort bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden.

Die Verunreinigungen durch Graffiti im öffentlichen Raum, wie an Stromkästen, Bushaltestellen oder am Bahnhof, verschandeln nicht nur das Stadtbild, sie sind vor allem Sachbeschädigungen und damit strafbare Delikte. Das neue Graffiti-Konzept sieht vor, dass diese Schmierereien aus dem Stadtbild verschwinden sollen. Grundlage des Konzeptes „Beseitigung von Graffiti im öffentlichen Raum“ ist eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen er Polizei-Inspektion Sulzbach und dem städtischen Ordnungsamt, so die Pressestelle weiter.

Diese Kooperation sieht vor, dass ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes Graffiti in der Stadt dokumentiert. Die Dokumentation wird an die Polizeiinspektion weitergeleitet. Diese beginnt mit den Ermittlungen und gibt die Freigabe zur Beseitigung. Klar ist: Wird der Straftäter durch die Polizei ermittelt, muss er natürlich die Kosten für die Beseitigung seiner Straftat tragen.