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Salzbrunnenhaus in Sulzbach in neuem Glanz: Markt zur Feier kam gut an

Salzbrunnenhaus in Sulzbach fertig saniert : Fleischfressende Pflanzen und Alkohol, der die Sehkraft verdoppelt: Das gab es beim Salzbrunnen-Markt zu sehen (mit Bildergalerie)

Der Salzbrunnen-Markt zur Feier am sanierten Salzbrunnenhaus kam am Sonntag so gut an, dass viele Besucher eine Fortsetzung wünschen. Ausgestellt wurde viel schönes, nützliches – und kurioses.

Tolles Wetter, gut gelaunte Gäste und mehr als 30 Marktstände verwandelten das Salzbrunnen-Ensemble am Sonntag in eine eine richtige Partymeile. „Das ist fast wieder wie früher. Es tut richtig gut, wieder solche Veranstaltungen besuchen zu dürfen. Das hat sehr gefehlt“, sagte Gerda Kekes aus Hühnerfeld, die mit ihrem Mann zum Markt am Salzbrunnenhaus kam. Am Eingang zum Festplatz wurde kontrolliert, ob man geimpft, genesen oder getestet ist – und dann konnte es losgehen.

Die Stadt Sulzbach hat das Salzbrunnenhaus komplett renovieren lassen und zum Abschluss der Arbeiten wurde das Ganze mit einem großen Markt gefeiert. „Wir konnten wegen Corona eine ganze lange Zeit unsere Arbeiten nicht auf solchen Märkten ausstellen. Uns macht das heute wieder richtig Spaß, und es tut gut wieder dabei zu sein“, sagte Helena Jungfleisch-Ehlert aus Quierschied, die ihre selbstgemachten Keramik-Werke ausstellte. Maximilian, Selina und Susanne sind pädagogische Mitarbeiter des Sulzbacher Jugendzentrums. Sie haben mit Kindern unter anderem Lavendel-Salz hergestellt und verkauften es auf dem Markt. Die drei waren sogar verkleidet in historischen Kostümen – so wie es sich für die traditionsreiche Salzstadt Sulzbach gehört.

Im Salzbrunnenhaus selbst war das Salz und der neugestaltete Salzbrunnen das Hauptthema. Zudem gab es im Außenbereich Führungen, die alles zum Thema Salzgewinnung in Sulzbach erklärten. Genau so attraktiv fanden die vielen Gäste aber das entspannte Schlendern über den Markt – mit dem großen kulinarischen Angebot im Innenhof des Salzbrunnenhauses und mit den vielen Ständen auf dem Vorplatz.

Michèlle aus Neuweiler stellte etwa fleischfressende Pflanzen aus und verkaufte diese. „Wenn sie Sonnentau auf die Fensterbank stellen, werden sie bald kein Problem mehr mit Fruchtfliegen haben. Die Fliegen werden vom Duft der Pflanze angezogen und bleiben daran kleben“, erklärte die Expertin, die sich vor Anfragen zu den fleischfressenden Pflanzen kaum retten konnte. Die große Zahl der Aussteller kam aus der Region und präsentierte Produkte, die auch mit einheimischen Zutaten oder Materialien hergestellt wurden. Die St. Ingberter Bio-Genussmanufaktur hatte selbstgemachtes Rosenblüten-Gelee und Heidelbeer-Fruchtaufstrich im Programm. Ein anderes Unternehmen bot selbstgemachte Fruchtliköre an und warb mit dem erheiternden Slogan: „Wussten Sie, dass Alkohol die Sehkraft verdoppeln kann.“ An einem Stand gab es Selbstgemachtes aus Holz, an einem anderen Schmuck. Ein Mann zeigte, wie man Körbe selbst flechten kann und bot auch eine große Auswahl zum Verkauf an. Bunte, selbstgemachte Herbstgestecke waren ebenfalls ein Renner auf dem Markt.

Jan Henning, der neue Klimaschutz-Manager der Stadt Sulzbach, klärte an einem Stand alle Interessierten über die Sulzbacher Klimaprojekte auf und verteilte Bierdeckel. „Ich hatte nicht gedacht, dass die Bierdeckel mit saarländischen Sprüchen so gut ankommen würden. Aber so sind wir Saarländer eben“, sagte der Klimaschutz-Manager und musste selbst lachen. Ein toller, regionaler und vielfältiger Salzbrunnen-Markt in Sulzbach, der nach Meinung vieler Besucher gerne regelmäßig stattfinden darf.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fotostrecke: Das bot der Markt am Salzbrunnenhaus in Sulzbach