Reparaturen rund ums Wasser

Voraussichtlich vier Wochen bleibt das Sulzbacher Hallenbad geschlossen. In dieser Zeit sollen dringende Reparaturarbeiten in Angriff genommen werden. Aber: Der ganz große Rundumschlag, die einst ins Auge gefasste Generalsanierung, ist noch nicht in Sicht.

Das Sulzbacher Vopeliusbad am Quierschieder Weg ist eine weithin beliebte und gut besuchte Freizeitstätte. Bei größerem Betrieb jedoch wurde in letzter Zeit auch Unmut laut. Vor allem über die Spinde, die elektronisch verriegelbar sind - oder, besser gesagt sein sollten. Denn von den Schlössern, vor nicht allzu langer Zeit erst eingebaut, sind viele kaputt. So also gehen die Badegäste mit ihrer gerade abgelegten Straßenkleidung und den Schuhen in der Hand von einer Box zur nächsten und hoffen auf ein abschließbares Gehäuse.

Nächste Station: die Duschen. An der ein oder anderen fällt spürbar auf, dass heißes Wasser von oben kommt, wenn man die kalte Variante gewählt hat - und umgekehrt. Kaum in der Schwimmhalle angekommen, fallen herausgebrochene Fliesen auf. Rund ums große Becken haben sie sich zahlreich ,,verabschiedet". Summa summarum ist das Hallenbad, das auf viele Stammgäste zählen kann, in einem nicht gerade erfreulichen Zustand. Das aber soll sich nun ändern, wie die SZ auf Anfrage beim Badbetreiber, der städtischen Kommunalen Dienstleistungsgesellschaft (KDI) erfuhr.

Ab kommenden Montag (28. Juli) bleibt die Einrichtung voraussichtlich vier Wochen geschlossen. Der Badbetreiber will die Zeit nutzen für Grundreinigung, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten. Außerdem werden nach Angaben von KDI-Geschäftsführer Karlheinz Christmann notwendige Reparaturen in Angriff genommen. So werden jetzt die defekten Schlösser an den Spinden ausgetauscht, kaputte Fliesen ersetzt und die Thermostate an den Duschen erneuert. Und: Alle technischen Anlagen werden überprüft beziehungsweise überholt.

Das Wasser wird abgelassen, danach werden die Becken und die Schwallwasserbehälter gereinigt. Die Kosten für all die genannten Maßnahmen beziffert Karlheinz Christmann auf rund 50 000 Euro.

Und was ist mit der mal angekündigten Generalsanierung? ,,Darüber muss der neue Aufsichtsrat entscheiden", sagt Christmann. Wie im Sommer 2013 berichtet, musste die Großinvestition auf Eis gelegt werden nach einer Betriebsprüfung des Finanzamtes hinsichtlich des damaligen städtischen Holdingbetriebes mit KDI, Stadtwerke und Gewerbeansiedlungsgesellschaft SGA (SZ vom 29. Juni).

Die Kuh ist mittlerweile vom Eis, es kann wieder neu geplant werden. Vor allem nach der Kommunalwahl, die einen Aufsichtsrat in nun anderer Konstellation mit sich brachte. Die komplette Verglasung, die Fliesen in allen Bereichen, die Umkleidekabinen und auch die Nasszellen (Duschen, Toiletten) hätten einen Rundumschlag nach Ansicht vieler Badegäste verdient.

Trotz aller Mängel ist das Bad sehr beliebt. Im vergangenen Jahr zählte die Einrichtung laut KDI 75 000 Besucher, fürs laufende Jahr 2014 werden noch mehr Schwimmbad-Fans erwartet.