Pfarrerin verlässt ihr "Nest"

Neuweiler. "Ich habe mich hier in Neuweiler sehr wohl gefühlt. Ich bin von Anfang an sehr gut aufgenommen worden. Die Gemeindeglieder haben mir sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Die Arbeit in der Gemeinde hat mir großen Spaß gemacht." Diese Sätze kommen Tabitha Mangold leicht über die Lippen

Neuweiler. "Ich habe mich hier in Neuweiler sehr wohl gefühlt. Ich bin von Anfang an sehr gut aufgenommen worden. Die Gemeindeglieder haben mir sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Die Arbeit in der Gemeinde hat mir großen Spaß gemacht." Diese Sätze kommen Tabitha Mangold leicht über die Lippen. Und nach einer kurzen Zeit des Nachdenkens sagt die 47-Jährige dann noch: "Ich hatte aber auch noch gar keine Zeit, über meinen Weggang von hier so richtig nachzudenken. Ich bin teilweise schon in der neuen Arbeit drin. Am Samstag beim Abschiedsgottesdienst werden bei mir sicherlich ein paar Tränen fließen." Fast genau fünf Jahre war Tabitha Mangold Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde in Sulzbach-Neuweiler. Zuerst Pfarrerin zur Anstellung, danach so genannte Entlastungspfarrerin des Superintendenten Wolfgang Struß. Am Sonntag macht sie noch Vertretung für ihren Kollegen Rolf Kiwitt, den Pfarrer von Altenwald-Hühnerfeld. Dann heißt es für Mangold endgültig Abschied nehmen von ihrem bisherigen "Nest". Am 1. September tritt sie ihre neue Arbeitsstelle als Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Saarbrücken an. "Ja, die Gemeinde hier mit ihren 1300 Mitgliedern war für mich wie ein Nest", sagt Mangold und gesteht: "Ich wäre sicherlich gern hier geblieben, wenn es gegangen wäre." Jetzt aber gehe sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Auf der einen Seite seien ihr die Menschen hier in Neuweiler, vor allem die Kinder und Jugendlichen, doch sehr ans Herz gewachsen. Auf der anderen Seite freue sie sich aber auch sehr auf ihre neue Aufgabe in dieser städtischen und viel größeren Gemeinde in Alt-Saarbrücken. Rückblickend auf ihre Zeit in Neuweiler sagt Tabitha Mangold: "Ich habe hier viel gelernt. Die Arbeit mit dem Presbyterium war prima. Wir waren ein gutes Team." Und der Gemeinde macht sie noch ein dickes Kompliment: "Hier sind sehr engagierte und auch sehr mutige Menschen am Werk."