| 20:10 Uhr

DJK-Tennisspieler
Mit viel Optimismus in die Zukunft

Bei der Feier im Salzbrunnenhaus (von links): Albert Stoll, Thomas Kreuser, Herma Henzel, Klaus Meiser, Walter Maus, Carsten Thewes, Birgit Klippert und Alexander Funk.
Bei der Feier im Salzbrunnenhaus (von links): Albert Stoll, Thomas Kreuser, Herma Henzel, Klaus Meiser, Walter Maus, Carsten Thewes, Birgit Klippert und Alexander Funk. FOTO: Thomas Seeber
Sulzbach. Die Wiedergründung der DJK 1957 und die Eröffnung der Sparte Tennis zehn Jahre später wurden nun groß gefeiert. Von Patric Cordier

Gegründet wurde die DJK Sulzbach 1924. Doch weil die Nazis konfessionelle Sportvereine verboten, war elf Jahre nach dem Anfang erstmal wieder Schluss mit Fußball, Geräteturnen und Leichtathletik. Die Wiedergründung 1957 und die Eröffnung der Sparte Tennis zehn Jahre später waren nun Anlass für eine große Feier der Vereinsfamilie im Sulzbacher Salzbrunnenhaus. Dabei zeigte sich wieder einmal, dass die Deutsche Jugendkraft (DJK) eben kein „normaler“ Sportverein ist. „Spitzensport ist zu einem Millionen-Geschäft geworden. Dabei übersehen wir leider mehr und mehr den Breitensport“, sagte Alexander Funk, der Landesvorsitzende der DJK im Saarland, „man sagt zwar: Zu einem Baum, der keine Früchte trägt, führt kein Weg. Aber die DJK ist und bleibt ein Gegenpol zur Kommerzialisierung im Sport“.



Die aktuelle Vorsitzende des Vereins ist Birgit Klippert. Sie warf vor gut 100 Gästen ihr Manuskirpt beisseite und erklärte so mit spürbarem Herzblut, wofür der Verein und die gesamte Bewegung eintreten: „DJK vertritt Werte wie Respekt, fairen Umgang oder gemeinsames Sport-treiben. Ein Verein lebt vor allem vom Engagement seiner Mitglieder. Darum Danke ich allen vom ganzen Herzen, die sich bei der DJK einbringen.“

Dass dies keine leeren Worte sind, bewies ein Blick auf die Gäste. Aktuelle Sportler feierten mit Urgesteinen des Vereins. „Sport ist ein Generationenvertrag“, sagte dann auch Klaus Meiser. Der Präsident des Landessportverbands für das Saarland (LSVS) war Schirmherr der Veranstaltung. „Es wird im Moment viel über Jahrhundert-Themen gesprochen. Das Gemeinschaftsleben und das gesellschaftliche Miteinander ist für mich eines dieser Themen. Wenn ein Dach undicht ist, müssen wir halt alle zusammenstehen und es abdichten.“

Meiser spielte damit auf den katastrophalen Sturmschaden an der Tennishalle an, der schnell und unbürokratisch durch Mithilfe des LSVS, der Sportplanungskommission aber eben auch des Vereins und seiner Mitglieder behoben werden konnte. Heute ist die Anlage am Schnappacher Weg optisch und sportlich wieder ein echtes Schmuckstück. „Der Verein ist eine Visitenkarte der Stadt“, sagte Bürgermeister Michael Adam.

Bei der DJK Sulzbach wird heute kein Fußball mehr gespielt - das Jahnstadion ist längst einem Neubaugebiet gewichen - und auch im Tennis sind die Boom-Zeiten vorbei. Dennoch ist der Verein bei aller Verwurzlung in die Werte der Gründerväter und -mütter alles andere als langweilig. Ein eigens angefertigter Informationsfilm gab einen Einblick ins lebendige Tagesgeschäft. Das aus dem früheren Tennisclub „Blau-Weiß“ und der Sparte Tennis der DJK hervorgangene Tenniszentrum DJK Sulzbachtal schlägt überregional erfolgreich auf. „Das zeigt, dass die DJK zwar Breitensport ist“, so Meiser, „aber sie ist eben auch Spitzensport. Die Art, wie dies in Sulzbach vorgelebt wird, macht mich optimistisch für die Zukunft.“