Michael Adam bleibt Bürgermeister von Sulzbach

Amtsinhaber siegt deutlich : Michael Adam bleibt Bürgermeister von Sulzbach

Der Amtsinhaber erhielt über zwei Drittel der Stimmen und setzte sich gegen Herausforderer Dieter Heckmann (SPD) durch.

Die Salzstadt hat gewählt – genauer gesagt 37,6 Prozent der 13 145 Wahlberechtigten. Und die, die am Sonntag an der Urne oder zuvor per Briefwahl ihre Stimme abgegeben haben, sorgten für ein eindeutiges Votum. Mit 69,7 Prozent wurde Michael Adam (CDU) im Amt bestätigt. „Ich bin voller Dankbarkeit“, sagte der 50-Jährige, der seit 2010 an der Spitze der Sulzbacher Verwaltung steht, „dankbar für alle, die mich unterstützt haben und natürlich für die Wählerinnen und Wähler.“

Anders als in vielen anderen Kommunen lief im Sulzbacher Wahlkampf wenig über soziale Medien. Wie Wahlsieger Adam setzte auch der mit 30,3 Prozent unterlegene Dieter Heckmann (SPD) vor allem auf die persönliche Ansprache. „Wir haben in der letzten Woche noch einmal 5000 Postkarten verteilt, um unser Programm den Menschen näherzubringen“, sagte der Landtagsabgeordnete, der im Vergleich zum ersten Wahlgang sogar ein paar Dutzend Stimmen mehr auf sich vereinigen konnte. „Natürlich ist man traurig, wenn man verliert, ich bin dennoch zufrieden mit meinem Wahlkampf.“

Der ist seit Sonntag vorbei. „Ab sofort steht wieder die Arbeit für die Zukunft dieser Stadt im Mittelpunkt“, sagte der alte und neue Bürgermeister, „ich habe aus den vielen Gesprächen vor Ort Anregungen mitgenommen.“ Doch nicht nur die leeren Kassen – Sulzbach macht alleine in diesem Jahr 3,2 Millionen Euro neue Schulden – werden die Umsetzung erschweren. Die Finanzlage der Stadt war übrigens kein Thema im Wahlkampf. Vielleicht auch, weil Herausforderer Heckmann elf Jahre in unterschiedlichen Funktionen für die Stadt oder eine ihrer Gesellschaften tätig war.

Zurück in die Zukunft und dazu, dass bei der Kommunalwahl insgesamt sieben Parteien in den Stadtrat eingezogen sind. Das macht das Verwalten und Gestalten nicht einfacher. „Es ist die Aufgabe, die uns der Wähler gestellt hat“, sagte Adam, „es wird um sachliche Politik zum Wohle der Stadt gehen“.

Vieles deutet darauf hin, dass es im Sulzbacher Rat künftig keine festen Allianzen mehr geben wird und dass man sich projektbezogen immer neue Mehrheiten erarbeiten muss. Ein in Deutschland eher ungewohntes, in skandinavischen Ländern aber durchaus erfolgreiches Mittel der politischen Arbeit.

Der hohe Wahlsieg gibt Michael Adam erstmal Rückenwind für die zweite Amtszeit: „Ich bin voller Respekt vor dem Amt. Denn ich weiß ja, wie schwer die Aufgabe ist, ich habe es ja schon gemacht.“

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