Mehr Touristen in die Stadt locken

Mehr Touristen in die Stadt locken

Sulzbach. Die Stadt Sulzbach will sich als touristisches Ziel herausputzen. Erster Schritt auf dem Weg, mehr Touristen in die Stadt zu locken, ist der Nachbau einer historischen Salzgewinnungs-Anlage. Gestern wurde das Projekt im Salzbrunnenhaus vorgestellt

Sulzbach. Die Stadt Sulzbach will sich als touristisches Ziel herausputzen. Erster Schritt auf dem Weg, mehr Touristen in die Stadt zu locken, ist der Nachbau einer historischen Salzgewinnungs-Anlage. Gestern wurde das Projekt im Salzbrunnenhaus vorgestellt. "Wir wollen im Bereich Tourismus neue Akzente in der Stadt setzen", betonte Bürgermeister Michael Adam und sprach von einem "einzigartigen Projekt im südwestdeutschen Raum".Die Idee dazu wurde in der so genannten Historiengruppe geboren. Ihr gehören neben Michael Adam und Alfred Herr die beiden Historiker Dr. Karl-Ludwig Jüngst und Dr. Dieter Staerk sowie der Sulzbacher Architekt Klaus Hubig an. Nach Angaben des Verwaltungschefs kommen auf die Stadt keine Kosten zu. Mit rund 68 000 Euro unterstütze das Innenministerium das Projekt.

Weitere Partner sind die Erwerbslosenselbsthilfe (ESH) Püttlingen und das Jobcenter (die frühere Arge) im Regionalverband Saarbrücken. Beide haben für den Nachbau ein Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt mit langzeitarbeitslosen Menschen auf die Beine gestellt. Diese Maßnahme habe einen großen Mehrwert, stellte Jobcenter-Geschäftsführer Wilfried Hose heraus. Den Besuchern werde die Vergangenheit erlebbar gemacht, und die Teilnehmer würden ihre Chancen auf eine Beschäftigung verbessern. Wie Architekt Klaus Hubig erklärte, entsteht der Nachbau auf einer Fläche von rund 130 Quadratmetern in der Verlängerung der Bücherei in Richtung des Sulzbaches. Im Mittelpunkt steht das so genannte Gradierwerk, das von einem Brunnen und einem kleinen Salzhaus eingegrenzt wird. Eingerahmt wird das Ensemble von einem Palisadenzaun. "Die Besucher sollen das Salz fühlen und riechen können", so Hubig. Nach Worten von Karl-Ludwig Jüngst diente das Gradierwerk dazu, den Salzgrad in der Sole zu erhöhen. Die neue Anlage soll im September fertig sein.

Heike Kneller-Luck, die Leiterin der Stabstelle Zukunft in der Stadt, erklärte, dass der Studiengang Historische orientierte Kulturwissenschaften das Projekt begleitet. Finanziell unterstützt wird das Projekt auch von der Vereinigten Volksbank in Regionalverband. Der Vorstandsvorsitzende Mathias Beers sprach von einer "sehr guten Idee". Lob für das Projekt gab es auch von Peter Lupp von der Denkmalbehörde im Regionalverband und vom Denkmalpfleger Mario Reuter. Er riet der Stadt noch, auch die Blaufabrik in das Konzept zu integrieren.

Nach Angaben von Kneller-Luck ist der Nachbau der Salzgewinnungs-Anlage nur ein Teil eines neues Tourismus-Konzeptes der Stadt Sulzbach. Dazu gehöre, neben der touristischen Aufwertung des Salzbrunnenensembles, auch die verstärkte Vermarktung der Aula als Tagungs- und Kongress-Stätte.

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