Massenauflauf der Sternsinger

Sulzbach. In Rekordgeschwindigkeit waren die Brezeln weg und die Getränke auch. Denn der Ansturm auf den Festsaal des Sulzbacher Rathauses war gewaltig. Dort trafen am frühen Mittwochabend die Heiligen drei Könige ein. Man konnte sie nicht mehr zählen - es waren zu viele

Sulzbach. In Rekordgeschwindigkeit waren die Brezeln weg und die Getränke auch. Denn der Ansturm auf den Festsaal des Sulzbacher Rathauses war gewaltig. Dort trafen am frühen Mittwochabend die Heiligen drei Könige ein. Man konnte sie nicht mehr zählen - es waren zu viele. Bürgermeister Michael Adam hatte die Jungen und Mädchen - die jüngsten waren vier Jahre alt - ins ehrwürdige Gemäuer eingeladen. Und das haben sie sich redlich verdient. Denn sie alle haben sämtliche Stadtteile abgeklappert, an allen Häusern geklingelt, Gottes Segen gebracht und um eine Spende für arme Kinder in der Welt gebeten. Denn nicht nur das aktuelle Beispielland Kambodscha wird bedacht, sondern auch viele andere Projekte, die armen und behinderten Jungen und Mädchen auf anderen Kontinenten zugute kommen.Im Gespräch mit der SZ zeigten sich die befragten Sternsinger durchweg zufrieden mit den Bürgern der Kommune. So auch Jana, Sarah und Lena, alle zehn Jahre alt, sowie die sechsjährige Tabea aus Neuweiler. An der Spendenfreude ihrer erwachsenen Mitmenschen hatten sie nichts auszusetzen. Ganz viele Leute, sagen sie, haben bereitwillig ihre Türen geöffnet und Geld gegeben.

Auch die elfjährige Alessia, die in Sulzbach-Mitte und der neunjährige Jacob, der mit Mama Carla in Hühnerfeld und Brefeld sammeln und singen war, zeigten sich zufrieden. Wenngleich das Wetter nicht immer das beste war. Nur der blondgelockte Ben (8) - er war in Neuweiler unterwegs - hatte was anzumerken: Ein Mann habe nach dem Klingeln die Tür aufgemacht und gesagt: "Es iss kääna dòò."

Die Spendenergebnisse können sich mehr als sehen lassen: In Hühnerfeld kamen 2800 Euro zusammen, 2700 Euro sind es in Altenwald. In Neuweiler wiederum sammelten die Jungen und Mädchen 4450 Euro ein und in Sulzbach-Mitte 4200 Euro. Und im kleinen Stadtteil Schnappach waren es nach Auskunft der Kirchengemeinde St. Hildegard runde 500 Euro. Macht zusammen 14 650 Euro. Mit so viel Geld kann man wichtige Hilfsprojekte in der Welt unterstützen.

Auch Dechant Stefan Sänger sagte Danke für das große Engagement der Kleinen. Und dann sangen die Jungen und Mädchen ein mitreißendes, ein ergreifendes Lied, das davon handelt, dass kein Mensch ist wie der andere. Was wiederum die Welt ein gutes Stück bunter und reicher macht.