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Permanenter Notruf in Sulzbach
Mädchen (6) löst 19 Mal hintereinander Fehlalarm aus

Weihnachtsgeschenk Handy für ein Kind: Das hat für pausenlosen Alarm bei der Polizei gesorgt (Symbolbild).
Weihnachtsgeschenk Handy für ein Kind: Das hat für pausenlosen Alarm bei der Polizei gesorgt (Symbolbild). FOTO: dpa / Jens Kalaene
Sulzbach. Ein Kind hat in Sulzbach die Polizei auf Trab gehalten. Ein Weihnachtsgeschenk war dafür verantwortlich. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Ohne Unterlass hat am ersten Weihnachtstag das Notruftelefon bei der Führungs- und Lagezentrale der Polizei geschellt. Immer wieder ging zwischen 13 und 14.30 Uhr Alarm los. Und das permanent von ein und der selben Funktelefonnummer, wie ein Polizeisprecher am zweiten Weihnachtstag berichtet. Doch niemand meldete sich, wenn die Ermittler das Gespräch annahmen. Sage und schreibe 19 Mal ging das so. Im Hintergrund vernahmen die Beamten lediglich eine Kinderstimme. Eine Antwort bekamen die Polizisten aber nicht. Auch als sie die Nummer zurückriefen, tat sich nichts. Sollte es sich tatsächlich um einen Notfall handeln?


Die Fahnder forschten nach demjenigen, dem der Anschluss gehört. Sie stießen dabei auf eine Frau aus Sulzbach. Und allmählich löste sich die Sache in Wohlgefallen auf: Ihre erst sechs Jahre alte Tochter hatte zum Fest ein Handy erhalten und offensichtlich wahllos den Notruf aktiviert. Dies könnte für die Mutter unter Umständen teuer werden: Denn wer den Notruf grundlos wählt, macht sich strafbar – auch wenn es Kinder ohne Hintergedanken waren. Denn Eltern sind für ihren minderjährigen Nachwuchs verantwortlich. Diese Verantwortung soll die Mutter im konkreten Fall zumindest tragen, dem Mädchen die Funktion eines Handys zu erklären, wie die Polizei der Frau empfahl.