Martin Steinert in Sulzbach Steinert startet Arbeit am „Band der Freundschaft“

Sulzbach · Der renommierte Künstler fertigt in Sulzbach eine Skulptur zum 60. Jahrestag des Elysée-Vertrags. Am Mittwoch geht’s los.

 Der Sulzbacher Künstler Martin Steinert mit einer Miniaturausgabe der Skulptur „Das Band der Freundschaft“.

Der Sulzbacher Künstler Martin Steinert mit einer Miniaturausgabe der Skulptur „Das Band der Freundschaft“.

Foto: Heiko Lehmann

Die Stadt Sulzbach feiert in diesem Jahr den 60. Geburtstag des Elysée-Vertrags mit vielen Veranstaltungen in der Stadt. Ein Höhepunkt ist die Erstellung der Skulptur „Das Band der Freundschaft“ vom bekannten Sulzbacher Künstler Martin Steinert. Aus 2000 Dachlatten soll eine hölzerne und zwölf Meter lange Skulptur entstehen, die in der Sulzbachtalstraße zwischen einer Bäckerei und der Treppe zum Salzbrunnen-Ensemble angebracht wird. „Während des künstlerischen Prozesses oder bereits im Vorfeld bieten wir allen Menschen die Möglichkeit, ihre Gedanken, Wünsche, Hoffnungen, Fragen oder auch Kritik zum Thema „Freundschaft – Partner“ einzubringen. Die Menschen können ihre Botschaft per Mail senden an kunstobjekt@stadt-sulzbach.de,  und Martin Steinert wird sie auf die Holzelemente schreiben“, sagt Mary-Rose Bramer (CDU), die erste Beigeordnete der Stadt Sulzbach, die den im Urlaub weilenden Bürgermeister Michael Adam (CDU) vertritt.

Am Mittwoch, 23. August, ist der Start. Von 10 bis 16 Uhr wird Martin Steinert an jedem Wochentag an der Skulptur arbeiten. Beim Start geht es schon eine Stunde früher los. „Jeder ist herzlich eingeladen am Mittwoch, 23. August, ab 9 Uhr auf dem Ravanusaplatz dabei zu sein, wenn Künstler Martin Steinert seine Arbeit an der Skulptur aufnimmt“, so Mary-Rose Bramer weiter. Am 15. September soll die offizielle Einweihung vom „Band der Freundschaft“ sein.

Martin Steinert, der seit 25 Jahren in Sulzbach lebt, wird während der Bauzeit auf dem Ravanusa-Platz ein Freiluft-Atelier errichten. Dort können die Leute vorbeischauen und den Künstler während seiner Arbeit beobachten. „Die Menschen können ihre Gedanken und Ideen auf die Dachlatten schreiben. Dabei kommt es immer zu ganz tollen Begegnungen. Im Prinzip ist es ein großes Gemeinschafts-Kunstwerk“, sagt der 64-jährige Steinert. Der Sulzbacher hat in mehr als 30 Orten in neun Ländern seine Kunstwerke aus Dachlatten gebaut. „Es gab auch schon richtig witzige Begegnungen. So wurde ich schon öfter spaßeshalber in Anspielung auf die Arbeit mit den Dachlatten gefragt, ob ich noch alle Latten am Zaun habe“, sagt der Künstler und muss selber lachen.

Wolfgang Winkler, Sulzbachs Beauftragter für die deutsch-französische Freundschaft, hatte Anfang des Jahres die Idee zu dem Kunstwerk und brachte Künstler und Stadt zusammen. „Es wird ein ganz tolles Symbol, nicht nur für die deutsch-französische Freundschaft“, so Winkler. Parallel zu den Arbeiten an der Skulptur wird die französische Künstlerin Sidonie Bilger für das Saarbrücker Kulturzentrum KuBa Malereien und Zeichnungen zum Thema Band der Freundschaft beisteuern.

Der französische Generalkonsul Sébastien Girard ist Pate der Kunstaktion, die als gemeinsames Projekt der Stadt Sulzbach mit ihrer französischen Partnergemeinde Rémelfing vom deutsch-französischen Bürgerfonds sowie von der Stiftung Demokratie Saarland unterstützt wird.