| 22:14 Uhr

Jubiläumskonzert des katholischen Kirchenchors
„Kommt, singt dem Herrn ein neues Lied“

Herrensohr . Das Jubiläumskonzert des katholischen Kirchenchores in der St. Marien-Kirche Herrensohr war ein großer Erfolg. In Songs aus verschiedenen Epochen wurde das Motto des Konzerts aufgegriffen. Von red

Mit festlichen Klängen eröffnete das Horntrio „Cors avec coeur“ (Chris Benna, Josef Wannemacher, Klaus Walter Bickelmann) das gut besuchte Jubiläumskonzert des katholischen Kirchenchores in der katholischen Kirche St. Marien Herrensohr. Neben einem harmonisch breit angelegten Praeludio von John Hilton und einem Andantino vom Wolfgang Amadeus Mozart musizierte das professionelle Trio die sehr rhythmisch angelegte Ouvertüre zu Händels Wassermusik, in der die drei Musiker ihr Können im harmonischen Zusammenspiel unter Beweis stellten.


„Kommt, singt dem Herrn ein neues Lied“ lautete das Motto des Konzertes. Dieses Thema wurde vom katholischen Kirchenchor Herrensohr in elf Titeln aus den verschiedensten musikalischen Epochen dargestellt. Mit großer Präzision und harmonischer Gestaltungskraft überzeugten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung ihres Dirigenten Dieter Bellmann und ließen in allen dargebotenen Titeln eine freudige Gottesverehrung erkennen.

Die Freude am Musizieren war allen Sängern anzumerken, trotz der chorischen Mammutaufgabe, die sie zu bewältigen hatten. Denn nach diesen Titeln stand die Deutsche Messe in Es-dur von Franz Xaver Gruber für Orgel, zwei Hörner und gemischten Chor auf dem Programm. Fein abgestimmt, begleiteten die beiden Hornisten Chris Benna und Josef Wannemacher den gemischten Chor, dem mit seinen hohen Sopranstimmen, den sicher intonierenden Altstimmen und den ausdrucksvollen Männerstimmen eine bewegende musikalische Darstellung der einzelnen Messteile gelang. Die chorische Darstellung wurde durch die abwechselnd agierenden choreigenen Solostimmen, Herbert Schmidt, Bariton, und Manfred Rammel, Tenor, aufgelockert.



Gregori Meschwelischwili begleitete den gesamten Klangkörper am Klavier. Er verstand es, Chor, Hörner und Solisten mit seinem Klavierspiel zu einer harmonischen Einheit zusammenzufügen. An diesem Nachmittag war er geradezu ein „musikalischer Schwerstarbeiter“, da er alle Titel des Konzertes begleitete.

Ebenso einfühlsam begleitete er auch seine Tochter Tamara Meschwelischwili sowohl als Sängerin als auch als Violinistin. Mit ihrer wunderschönen Sopranstimme und ihrem Violinspiel sang und spielte sie sich in die Herzen der Zuhörer.

Im Stück „Jerusalem“ zeigte Manfred Rammel wieder einmal seine ganze Bühnenpräsenz und sein sängerisches Können. Diakon Norbert Jung und Gemeindereferentin Ute Gress betonten in vorgetragenen Meditationstexten die Bedeutung des Glaubens und der Kirchenmusik. Die musikalische Gesamtleitung lag in den Händen von Dieter Bellmann.

Am Ende des Konzertes sangen alle das Lied „ Großer Gott, wir loben dich“. Und das begeisterte Publikum spendete anschließend im Stehen den Mitwirkenden minutenlangen Beifall.