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Kinder-Olympiade: Kinderlachen übertönt den Baulärm

Kinder-Olympiade : Kinderlachen übertönt den Baulärm

Bei der Kinder-Spiele-Olympiade gab es auf dem Ravanusaplatz viele verschiedene  und abwechslungsreiche Spielstationen. Da störten auch die Bauarbeiten in der Sulzbachtalstraße nicht.

Der Brunnen des Ravanusaplatzes war gefüllt mit leuchtend gelben Bade-Enten,  und zufällige Passanten staunten nicht schlecht. „Oh Mann! Fast hätte ich sie gefangen“, ärgert sich der neunjährige Luca, der gerade versucht, mit einer Angel eine der Bade-Enten aus dem Brunnen zu holen. Dass die Angel dabei an einem Helm auf seinem Kopf befestigt ist, macht es besonders schwierig. Aber schnell sind Helfer an seiner Seite und schon hat Luca ein gelbes Entchen aus dem Brunnen gefischt.

Bei bestem Sommerferienwetter hatten soziale Einrichtungen und Organisationen Sulzbachs zur Kinder-Spiele-Olympiade eingeladen. Viele verschiedene und abwechslungsreiche Spielstationen von bekannten Kinderfest-Klassikern wie Dosenwerfen und Eierlaufen über Sackhüpfen und Geschicklichkeitsspielen bis hin zu kreativen und farbenfrohen Schleuderbildern boten eine Menge Spaß. „Super! Sieben Punkte! Hast du schon einen Stempel?“, gratulierte Lydia Fried von der Gemeinwesenarbeit (GWA) der Caritas dem kleinen Mohamad beim Zielwerfen. Die teilnehmenden Kinder hatten alle eine Karte mit den einzelnen Stationen um den Hals und sammelten darauf Stempel, die sie am Ende gegen Süßigkeiten oder Buntstifte oder Seifenblasen einlösen durften. Die Teilnahme war kostenlos, der Andrang enorm.

„Wir haben gedacht, dass fünfzig Karten ausreichen. Nun habe ich schon nach einer Stunde weitere fünfzig nachgedruckt und auch die werden schon wieder knapp,“ freut sie sich. Tatsächlich haben die Organisatoren den Marktplatz im Herzen der Salzstadt in einen Spiele-Parcours ohne Grenzen verwandelt. Und nicht selten entstehen kleine Warteschlangen vor den Stationen. Damit bei den Temperaturen und dem fröhlichen Treiben niemand zu schaden kam, gab es ausreichend zu trinken und auch das Rote Kreuz stand mit einem Rettungsteam parat. Dieses hatte allerdings zum Glück kaum etwas zu tun und freute sich über das fröhliche Kinder-Gelächter,  das weit über den Ravanusaplatz zu hören war. Das Tolle daran: Einheimische Kinder und Familien mit Migrationshintergrund spielten gemeinsam mit Kindern mit Handycap. Es gab keine Barrieren oder Grenzen - Integration pur.

„Es ist das erste Mal, dass wir ein solches Spielfest in den Ferien organisiert haben“, erklärt Karsten Müller von der Caritas-Gemeinwesenarbeit. „Wir wussten nicht, was auf uns zukommen wird, und wir sind überrascht und begeistert von dem enormen Zuspruch. Das schreit förmlich nach einer Wiederholung“, sagt er und lacht. An der Organisation und Ausführung der Veranstaltung beteiligten sich außerdem die Arbeiterwohlfahrt (Ortsverband Sulzbach), das Diakonische Werk, der Regionalverband Saarbrücken, das Team des Sozialraumbüros, die Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde, der Jugendtreff Altenwald mit dem JUZ United, die katholische Kirchengemeinde Allerheiligen, die Lebenshilfe Sulzbach/Fischbachtal, der Treffpunkt der Generationen „Tante Anna“ und das Stadtteilbüro der Caritas. Auf großes Interesse stieß auch der Verein „Pfad der Sinne“, der die Kinder dazu einlud, sich zwischendurch etwas zu erholen und mit Wasserspringschalen oder Klangschalen und Trommeln Klänge hervorzurufen und zu experimentieren. Der Verein regte mit seinen Erlebnis-Stationen die großen und kleinen Gäste zum Schauen, Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken und spielerischen Lernen an. Gleichzeitig stellte er sein künftiges stationäres Projekt vor - ein bald entstehender „Park der Sinne“  in Herrensohr.

„Alle Organisationen haben gerne zugesagt und mit vielen tollen Ideen und Aktionen heute mitgemacht“,  freut sich Karsten Müller. „Auch die zuständigen Stellen in der Verwaltung haben schnell und unbürokratisch alle Genehmigungen erteilt, die Stadtwerke haben für offene Toilettenzugänge und Wasser gesorgt. Wir danken allen Beteiligten, dass sie den Kindern dadurch ein so tolles Spielfest ermöglicht haben.“