Immer an die frische Luft

Sulzbach · Bazillen haben mich besiedelt. Es muss eine größere Bande sein, denn die Nase ist dicht, der Kopf auch (fast), die Glieder schmerzen und der Rest ist schlaff.Und was macht man, wenn man sich einen grippalen Infekt eingefangen hat?

Genau, man geht an die frische Luft - im Schlepptau meine ,,Freunde", die Krankheitserreger. Zuvor nimmt man noch ein medizinisch bewährtes Pulver ein. So lässt sich trotz körperlicher Gebrechen der Tag doch genießen.

Viel frische Luft gab's beim Salinenfest am Wochenende. Frische Luft und viele Gespräche. Zwischenmenschliches kam da zur Sprache, wobei ja nicht jeder zuhören muss. Also beugt man sich interessiert zu seinen Gesprächspartnern rüber, sagt ,,Oh liebes bisschen" und ,,Iss ja nicht zu fassen". Und hofft zwischen Niesen und Schnäuzen, dass der Informant nicht krank wird. Negative Rückmeldungen gab's bisher keine, selbst der bestinformierte Pfarrer der Gemeinde ist noch wohlauf, wie man hört. Immer unterwegs im Namen des Herrn, wie er gern betont, haut ihn offenbar so schnell nichts um. Ja, fröhlich unterwegs und umtriebig sein, das ist es. So hält man die Bazillen am ehesten in Schach.