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Grüngutsammelstelle
Ausschuss des Stadtrates stimmt für Brefeld

Sulzbach. Im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit mit Quierschied soll Grüngutsammelstelle in Sulzbacher Stadtteil. Von Thomas Feilen

Bei einer Enthaltung (Freie Wähler) hat der Ausschuss für Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) des Stadtrates am Dienstagabend für den Standort Brefeld gestimmt. Dabei geht es um den künftigen Standort einer geplanten Grüngutsammelstelle, die gemeinsam mit der Gemeinde Quierschied hergerichtet und betrieben werden soll. Wie Bauamtsleiter Steffen Banuat berichtete, sprechen „klare Gründe“ für den Standort Brefeld am Verlauf des Fischbaches. Er bezog sich damit auf Aussagen eines Gutachters in einer nicht öffentlichen Info-Veranstaltung der Räte von Sulzbach und Quierschied vorige Woche in der Q.lisse (die SZ berichtete). Dieser habe Brefeld klar gegenüber Altenwald bevorzugt.


Das sehen auch die Sulzbacher Kommunalpolitiker so. Vor allem die Rücksichtnahme auf die Anwohner von Altenwald bestimmte die Diskussion im Ausschuss. Denen sei nicht zuzumuten, dass zusätzlich zum An- und Abfuhrverkehr des Wertstoffhofes noch weitere Belastungen hinzukämen. Die Investitions- und Betriebskosten für beide zur Wahl stehenden  Standorte seien etwa gleich. Zuschüsse gebe es im Übrigen nur für den Fall, dass die Sammelstelle gemeinsam von beiden Kommunen im Rahmen der IKZ betrieben werde. Nach Banuats Worten könnte mit dem Bau einer Grüngutsammelstelle in Brefeld im kommenden Jahr begonnen werden, sofern die Räte zustimmen. In diesem Zusammenhang betonte die CDU-Sprecherin Petra Von Ehren-Hiry, dass es sich nicht um eine Kompostierungsanlage handelt, sondern um eine reine Grüngutsammelstelle.

Die SPD-Fraktion stimmte für den Standort Brefeld, auch wegen der geringen Belastung dort für die Bewohner gegenüber dem Standort Altenwald.



Bernd Schlachter von den Freien Wählern enthielt sich der Stimme. Er erklärte, dass er die Unterlagen erst am selben Vormittag erhalten habe und sich daher nicht hätte angemessen vorbereiten können. Ihm fehlten zum Beispiel konkrete Kosten für Investition und den Betrieb der Sammelstelle.

Die Linke sprach sich für Brefeld aus.

Wie Bürgermeister Michael Adam in der Sitzung sagte, solle die Betriebsträgerschaft für eine Grüngutsammelstelle bei der städtischen KDI liegen. Jetzt müsse lediglich der Quierschieder Gemeinderat auch für Brefeld votieren, damit das Projekt in 2019 angegangen werden könne.Ob das Gelände auf Pachtbasis angemietet oder gekauft werden soll, müssten des Weiteren die Kommunalpolitiker beschließen. Beide Varianten seien denk- und umsetzbar.