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Grünes Licht für die Erweiterung der Kita

Sulzbach. Sulzbacher Stadtrat billigt Ausbau der Tagesstätte in Neuweiler. SPD-Fraktion stimmt wegen Nachteilen für Schnappach dagegen. Stefan Bohlander

Mehrheitlich hatte der Sulzbacher Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, der Erweiterung der Kita Pestalozzi zuzustimmen. Dazu soll das Angebot der 2016 eröffneten Einrichtung von bislang zwei Gruppen um vier weitere ergänzt werden: zwei Regelgruppen, eine Krippengruppe und eine altersmäßig durchmischte Gruppe. Diese sollen im Mitteltrakt der ehemaligen Pestalozzischule untergebracht werden.



Wie Kita-Leiterin Edeltraut Frisch erläuterte, sind die Anmeldezahlen enorm gestiegen. Um dem gerecht zu werden, sollen unter anderem weitere Ruheräume entstehen. Des Weiteren wird eine Kooperation mit der Musikschule Sulzbach-/Fischbachtal angestrebt, sodass man auch Musikunterricht anbieten kann. Es sei ein schönes Haus in einer schönen Lage geworden.

Die Erweiterung mache auch Sinn, weil dann Krippen- und Tagesplätze in das Gebäude integriert werden könnten.

CDU-Fraktionsvorsitzender Jochen Wagner sagte an die Leiterin gerichtet: "Wir hören auf Ihre Worte, Sie sind hautnah dran." Dietmar Holzapfel (Freie Wähler) stellte infrage, wo denn plötzlich der Bedarf an mehr Plätzen herkomme, und fand seine Antwort bei den Flüchtlingskindern. Dies wollte er jedoch nicht weiter werten, sondern bezog seine Kritik auf die Finanzierung: "Auf Kommunalebene wird das benötigte Geld ausgegeben, dass durch die Bundespolitik verursacht wird."

Monique Broquard (Die Linke) begrüßte die kulturelle Vielfalt durch die Kinder der Flüchtlinge und lobte explizit das Angebot der Kita, beispielsweise die musikalische Früherziehung: "Wir sind echt stolz auf euch."

Während CDU, Freie Wähler, Die Linke und FDP der Erweiterung zustimmten, stimmte die SPD-Fraktion dagegen. Man sei gegen die Schließung der Kita in Schnappach und gegen die Zusammenlegung der Räumlichkeiten von dort mit Neuweiler.

Bürgermeister Michael Adam teilte noch mit, dass der Anteil der Stadt Sulzbach an den Kosten bei etwa 35 Prozent liege. Es sei eine gute Gelegenheit, die Kita-Landschaft der Salzstadt zukunftsfähig zu machen.

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