| 16:05 Uhr

Großer Bahnhof vor historischer Kulisse

Sulzbach. Für 2,7 Millionen Euro wird der Sulzbacher Bahnhof barrierefrei umgebaut. Der offizielle 1. Spatenstich für die Arbeiten wurde gestern im Beisein zahlreicher Gäste begangen. Thomas Feilen

Als "gut investiertes Geld" bezeichnete gestern Susanne Kosinsky, Leiterin Regionalbereich Mitte, DB Station&Service AG, die 2,7 Millionen Euro, die in den Umbau des Bahnhofs der Salzstadt gesteckt werden. Das Land schießt nach ihren Worten 1,2 Millionen Euro dazu. Damit werde die Stadt ein "repräsentatives Eingangstor" erhalten. Zudem erhöhe die Modernisierung des historischen Gebäudes "deutlich den Reisekomfort und macht den Bahnhof attraktiver".



Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke hob hervor, dass die Landesregierung in einem Programm bis 2022 sich auf die Fahnen geschrieben habe, die Bahnhöfe im Land "wieder zu Visitenkarten werden zu lassen". Das gelte auch für Sulzbach, obwohl hier täglich lediglich unter 1000 Reisenden gezählt würden. Konkret hob Barke auf die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Bahnkunden ab, indem er die neue und bessere Ausleuchtung nach dem Umbau erwähnte. Barke geht nach eigenen Worten davon aus, dass der ÖPNV und damit auch der Schienenverkehr in Zukunft deutlich Fahrt aufnehmen werde. Michael Adam, Bürgermeister von Sulzbach, zeigte sich sehr erfreut, gerade auch wegen der Nähe des Bahnhofs zu der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Augenklinik. Er wertete Umbau und Sanierung als wesentlichen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Stadt. Zu den Veränderungen gehört der Bau eines Mittelbahnsteiges von 140 Metern Länge mit barrierefreier Ein-/Ausstiegshöhe in die Züge an bisheriger Stelle. Die den künftigen Anforderungen nicht mehr entsprechende Bahnsteigüberdachung wird durch ein neues, bedarfsorientiertes Bahnsteigdach ersetzt, das den aktuellen Standards bei Funktion und Gestaltung entspricht. Ein Aufzug werde künftig den barrierefreien Zugang zum neuen Mittelbahnsteig ermöglichen. Dazu sind umfangreiche Bauarbeiten auch in der Personenunterführung und an der verbleibenden Treppe erforderlich. Daher müssen Reisende eine Umleitung über einen eigens angelegten und von Sicherheitspersonal rund um die Uhr bewachten Gleiszugang (links neben dem Gebäude) nehmen. Bereits seit 20. März sind die Arbeiten im Gange. Die "zwingende Aufrechterhaltung des Eisenbahnbetriebs auch während der Bauzeit erfordert einige unvermeidbare Nachtschichten mit teilweiser Lärmbelastung" für die Menschen in der Stadt. Diese Belastung solle "bautechnisch und organisatorisch auf ein Minimum reduziert werden", wie die Bahn im Vorfeld der Arbeiten mitgeteilt hatte. Diese sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein.