Grenzenlose Freude für Kinder

Hoch her ging es in der Aula, als junge Projekt-Teilnehmer ihr Können und ihr Wissen demonstrierten. Die „Erwachsenen“-Fahrt nach Arce-et-Senans ist in der Planung, heißt es aus dem Sulzbacher Rathaus.

Sobald der Beat von "Papaoutai" vom belgischen Musiker Stromae einsetzt und die kleinen Breakdancer der Kita. St. Marien Hühnerfeld die Aula-Bühne stürmen, rastet der überfüllte Saal regelrecht aus. Unter tosendem Beifall laufen in coolen Kappen und lässigen Shirts gekleidete Nachwuchstänzer zur Höchstform auf und zeigen, was sie wirklich draufhaben: Rasante Drehungen, Kräfte zehrende Pirouetten im Handstand und Flick-Flack- ähnliche Sprünge rauben nicht nur den deutschen Besuchern den Atem.

Auch kleine französische Gäste aus der Partnerstadt Arc-et-Senans spornen ihre neu gewonnenen Freunde mit lautem Gesang und kräftigem Applaus an und verlangen nach der dynamischen Tanzeinlage sofort eine Zugabe. "Sie machen das richtig gut", schwärmt der zehnjährige Raphael aus der Partnergrundschule "le Petite Prince", "fast so gut wie die professionellen Breakdancer aus Frankreich".

Bei diesem Highlight soll es in der Aula nicht bleiben. Neben dem akrobatischen Tanz freuen sich die zahlreich erschienenen Gäste - aufgrund von mangelnden Sitzmöglichkeiten müssen einige der Besucher Stehplätze einnehmen - auf abwechslungsreiche, lustige Songs, unter anderem mit Liedermacher und Chansonnier Wolfgang Winkler, szenische Auftritte und spannende und zum Teil auch leicht kuriose Interviews mit den kleinen Absolventen des "Frankreichprojekts der Stadt Sulzbach ".

Ausgiebig vorbereitet

"Acht Wochen lang hatten die kleinen Schüler von Waldschule, Mellinschule, städtischem Kindergarten Schnappach, Kita Pastor Hein in Altenwald, Kita St. Marien in Hühnerfeld, Kita Regenbogen in Sulzbach , Kita Buntes Leben in Hühnerfeld und der Kindertagesstätte St. Elisabeth Zeit, um sich mit den französischen Bräuchen, ihrer Kultur, Geographie und der Kulinarik auseinanderzusetzen", begrüßt Stefanie Bungart-Wickert als "Reisetante" die auf die Bühne kommenden kleinen Repräsentanten der jeweiligen Institution. Zunächst noch etwas schüchtern öffnen die Kinder nacheinander ihre symbolischen Reise-Koffer und berichten der Frankreich-affinen Erzieherin, was sie alles während der arbeitsintensiven Zeit gelernt haben.

Der kleine Ilja lernte zum Beispiel einiges über die "Nana"-Plastiken der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle und über das Bild "Seerosenteich" des weltberühmten Impressionisten Claude Monet .

Die sympathisch schüchterne Amelie überzeugt mit fundiertem Fachwissen auf dem Gebiet der Flaggenfarben der jeweiligen Länder. "In Frankreich sind sie blau, weiß, rot", verkündet die Kleine stolz und zeigt den entzückten Gästen ihr fröhliches, breites Grinsen.

"Das sind natürlich nur kleine Bruchstücke der neu gewonnenen Erkenntnisse über das Nachbarland Frankreich", fügt Stefanie Bungart-Wickert hinzu. Die eigentliche Präsentation der Ergebnisse platzieren die Schulen und Kindergärten entlang der Wände des Saals und überraschen die neugierigen Gäste mit liebevoll gestalteten Plakaten, bunten Fotos, gebastelten Karten, selbst gemalten Bildern und lustigen Sprüchen.

"Wir haben hier eine tolle Stimmung und ein richtig gelungenes Programm", so Bürgermeister Michael Adam . Zusammen mit Prof. Dr. Peter Moll, dem Präsidenten der Deutsch-Französischen Gesellschaft Saar, sorgte vor allem sein Engagement für die Realisierung des spannenden Projektes für den Nachwuchs. Bald kommen auch die Erwachsenen an die Reihe. "Wir planen eine Fahrt in unsere französische Partnerstadt", berichtet Adam weiter. Man darf also schon gespannt sein.