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Redaktionsgespräch
Gibt es genug Plätze für alle Kita-Kinder?

Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Monique Broquard, in der SZ-Redaktion; ihre Themen: Schnappacher Kindergarten und zentrale Vergabestelle.
Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Monique Broquard, in der SZ-Redaktion; ihre Themen: Schnappacher Kindergarten und zentrale Vergabestelle. FOTO: Wolfgang Willems
Sulzbach. Um diese Frage zu beantworten, seien die Zahlen zu ungenau. Deshalb fordert die Linksfraktion eine zentrale Vergabestelle. Von Stephanie Schwarz

Die Diskussion um die Kita-Platzvergabe und den Kindergarten Schnappach geht in die nächste Runde. „Elf Kinder aus Schnappach gehen nach den Ferien zur Schule, der Rest zieht in die Pestalozzischule im Stadtteil Neuweiler um“,  sagte Monique Broquard, Fraktionsvorsitzende der Linken im Stadtrat bei einem Besuch der Sulzbacher SZ-Redaktion. Und der Kindergarten in Schnappach? Dieser soll laut Broquard im August stillgelegt werden. Damit ist die Fraktion der Linken im Stadtrat nicht einverstanden. Ihr Vorschlag: Die Einrichtung ein Jahr auf Reserve offen halten, falls die Zahl der angemeldeten Mädchen und Jungs die Kapazitäten der Stadt sprengen sollte. „Es ist derzeit noch vollkommen unklar, wie viele Kinder ab August in Sulzbach in den Kindergarten gehen werden“, denn viele der Kleinen würden von ihren Eltern gleichzeitig in mehreren Einrichtungen angemeldet. Und so sei es unmöglich,  die korrekte Zahl an Kita-Kindern abzuschätzen, sagte Broquard weiter. Bevor der Umbau der Pestalozzischule fertig gestellt ist, könnte der Kindergarten in Schnappach also doch noch gebraucht werden.


Um diesem Problem zukünftig aus dem Weg zu gehen, fordert die Stadträtin eine Einrichtung, die einerseits alle freien Plätze in der Kommune auflistet. Zweitens – und dies sei das Wichtige daran – diese freien Stellen in Kindergärten zentral vergibt. „Dann müssen Eltern ihre Kleinen nicht in mehreren Kindergärten anmelden, sondern nur bei einer zentralen Stelle“, sagte Broquard. Ein weiterer Vorteil: Die Stadt Sulzbach wüsste genau, mit wie vielen Kindern im kommenden Schuljahr zu rechnen ist und könnte dementsprechend die Kapazitäten  klären. „Die Gemeinde Quierschied hat eine solche zentrale Vergabestelle“, sagte sie weiter: „Das wäre die idealste Lösung.“

Die Stadträtin meint überdies: „Mit dem Geld, das für den Ausbau der Mellinschule gedacht war, könnte die Waldschule in Altenwald renoviert werden“ Hier gebe es genug Baustellen, die in Angriff genommen werden müssten: Dämmung der Außenwände, Grundmauersanierung, Erneuerung der Fenster und vieles mehr. „Dieser Umbau ist nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig“,sagte die Stadträtin.