| 18:14 Uhr

Streit um Großmoschee
Moscheeplan mobilisiert Gegner

Die alte Post in der Stadtmitte Sulzbach soll eine Moschee werden.
Die alte Post in der Stadtmitte Sulzbach soll eine Moschee werden. FOTO: Iris Maria Maurer
Sulzbach. Eine geplante Moschee in Sulzbach sorgt für politische Kontroversen in der 16000 Einwohner zählenden Stadt. Deswegen tritt am heutigen Freitag der Bauausschuss des Stadtrates zu einer Sondersitzung zusammen. Einziger Tagesordnungspunkt: der Umbau der ehemaligen Post zum Gebets- und Veranstaltungszentrum der Muslimischen Gemeinde Saarland (MGS) mit Sitz Sulzbach. Sie steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Die Kommunalpolitiker wollen Erkenntnisse zum Besitzer und zur Parkplatzsituation erlangen. Anrainer befürchten nach der Eröffnung mit erheblichem Verkehrsaufkommen. Denn nach Angaben des islamischen Vereins geht dessen Wirkungskreis weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus. Von Matthias Zimmermann

Eine geplante Moschee in Sulzbach sorgt für politische Kontroversen in der 16 000 Einwohner zählenden Stadt. Deswegen tritt am heutigen Freitag der Bauausschuss des Stadtrates zu einer Sondersitzung zusammen. Einziger Tagesordnungspunkt: der Umbau der ehemaligen Post zum Gebets- und Veranstaltungszentrum der Muslimischen Gemeinde Saarland (MGS) mit Sitz Sulzbach. Sie steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Die Kommunalpolitiker wollen Erkenntnisse zum Besitzer und zur Parkplatzsituation erlangen. Anrainer befürchten nach der Eröffnung ein erhebliches Verkehrsaufkommen. Denn nach Angaben des islamischen Vereins geht dessen Wirkungskreis weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus.



Untrerdessen ruft eine Bürgerinitiative „Sulzbach wehrt sich“ für Samstag zu einer Demonstration gegen den Umbau auf. Sie befürchtet eine „Großmoschee“, die urkonservative Salafisten anzieht. Sie seien nicht integrationsfähig. Das Bündnis erhält von der rechtsnationalen Bürgerbewegung „Ein Prozent“ Unterstützung, die mit Institutionen kooperiert, die der Verfassungsschutz ebenfalls observiert. MGS-Vertreter wehren sich gegen Vorwürfe, eine islamische Parallelgesellschaft im Saarland  etablieren zu wollen.