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Musikschule Sulzbach-/Fishcbachtal
Gemeinderat stimmt dem Musikschul-Haushalt zu

Quierschied. Neben dem „großen“ eigenen Haushalt hat der Quierschieder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag auch dem Haushalt der Musikschule Sulzbach-/Fischbachtal zugestimmt. Und das mit der Mehrheit von SPD, CDU und Linken gegen die Stimmen von Freien Wählern (FW) und AfD. Von Patric Cordier

FW-Sprecher Gernot Abrahams rechnete vor, dass die wenigsten Schülerinnen und Schüler aus den beiden Trägerkommunen kommen. „Also aus Städten und Gemeinden, die sich nicht an den Kosten beteiligen“, so Abrahams, der ebenfalls ausgerechnet hatte, dass jeder Schüler aus Quierschied jährlich mit 1336 Euro aus der Gemeindekasse gefördert werde: „Das ist eine freiwillige Leistung, die wir uns eigentlich schon länger nicht mehr leisten können.“


Bürgermeister Lutz Maurer sprach dagegen von einer gestiegenen Zahl an Schülern aus der Gemeinde, davon dass am Angebot der Schule keine Abstriche gemacht werden mussten und vom guten Verhältnis zur Schulleitung. Es seien im laufenden Jahr mehr Veranstaltungen in Quierschied vorgesehen als in der Vergangenheit. „Die Sparmaßnahmen, die sich die Musikschule mit unserer Hilfe auferlegt hat, greifen“, sagte der Verwaltungschef, „der Einsatz war in Ordnung und richtig. Beide Kommunen profitieren davon.“

So sehen es auch die anderen Fraktionen im Rat. „Die Zahlen sprechen für sich“, sagte Timo Flätgen für die CDU. Quierschieds Anteil ist ohnehin auf 135 000 Euro gedeckelt, doch auch Sulzbach muss deutlich weniger zum Musikschulhaushalt zuschießen. „Auch dort sieht man die positive Entwicklung der Zahlen – wenn man sie sehen will“, sagte SPD-Sprecher Stephan Schmidt, „gegen alle Unkenrufe sieht man, es funktioniert. Das sollten auch die bemerken, die uns damals als Erpresser beschimpft haben“.



Zur Erinnerung: Quierschied hatte 2015 den Austritt aus dem Zweckverband erklärt und diesen erst zurückgenommen, als massive Sparmaßnahmen eingeleitet wurden. „Wir haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Musikschule auf sicheren Beinen steht“, so Schmidt, „und dafür gesorgt, dass sie für die Zukunft gesichert ist.“