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Im kommenden Mai
Holzapfel kandidiert um Bürgermeister-Posten

Dietmar Holzapfel
Dietmar Holzapfel FOTO: SZ / Michèle Hartmann
Sulzbach. Die Freien Wähler stellen mit dem Sulzbacher einen weiteren Herausforderer von CDU-Amtsinhaber Michael Adam auf. Von Thomas Feilen

Dietmar Holzapfel hat seinen Hut in den Ring um den Chefposten im Rathaus geworfen. Der 51-jährige Jurist wurde von den Freien Wählern (FW) zum Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters gekürt. Für die SPD kandidiert Dieter Heckmann.


Der aktuelle Vorsitzende der FW-Fraktion (gemeinsam mit Bernd Schlachter) tritt zudem auf Listenplatz 2 für die Kommunalwahl an. Das Mandat darf er im Falle eines Sieges bei der Bürgermeister-Wahl aber nicht ausüben. Im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung nennt er denn auch einige seiner Vorstellungen für die kommenden Jahre in der Kommunalpolitik, gleichgültig in welcher Funktion. So will Holzapfel zum Beispiel dafür Sorgen, dass kleinere Handwerksbetriebe in der Stadt (er denkt hier zum Beispiel an das Gelände hinter dem Bahnhof) eine Werkstatt, Büro- oder Lagerräume finden können. Diese Gebiete müssten dringend erschlossen oder saniert werden. Auch an der Blaufabrik müsse „nach langen Jahren des Stillstandes endlich was passieren“, wie er der SZ sagt. Hier sollte man Wohnraum schaffen, um gegen Wohnraumangel anzukämpfen.

Unbedingt „nachlegen“ müsse die Stadt beim Internetausbau, auch das Rathaus und der Stadtrat müssten digital stärker wahrnehmbar werden.



Streng lehnt Holzapfel, aber auch der Verein „Freie Wähler Sulzbach“ die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen ab. Dafür zahle der Bürger ja Steuern. Entlastungen für die Sulzbacher will er durchsetzen bei der Regionalverbandsumlage, die sei einfach zu hoch. Momentan bleibe der Stadt zu wenig finanzieller Spielraum, um politisch handeln zu können.

Ein anderes wichtiges Thema ist für den Kandidaten der Hochwasserschutz in der Stadt, gerade an der Grenze zu Friedrichsthal. Hier warte der aktuelle Stadtrat auf das Gutachten, sollte aber schneller handeln, weil man für den Schutz vor Starkregen jetzt was tun müsse, zum Beispiel Gelder in den Haushalt 2019 einstellen. Des Weiteren bemängelt der Verwaltungsangestellte beim Regionalverband, dass die Stadt oft nicht selbstbewusst genug auftrete. Hier nennt er die Interkommunale Zusammenarbeit und die Zweckverbände. Mehr Selbstbewusstsein gegenüber Verwaltung und Bürgermeister wünscht sich der zweifache Kandidat Holzapfel auch vom künftigen Stadtrat. Der müsse auch mal über Parteigrenzen hinweg seinen Willen durchsetzen.