Freie Sicht auf die Geschichte

Das Gesicht der Sulzbachtalstraße wird sich deutlich verändern. Die Stadt hat die beiden Immobilien (Hausnummern 64 und 66) gekauft und will sie abreißen. Damit wird eine Achse geschlagen zum Salzbrunnenensemble. Das wurde am Mittwochabend im Bauausschuss des Stadtrates bekannt.

Eigentlich stand die Sulzbachtalstraße nicht (zumindest wörtlich) auf der Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Planung. Sie war aber doch Thema - und das gleich zweimal. Zum einen ging es um die Häuser 64 und 66 und zum anderen um die Jugendstilhäuser 116-118 (gegenüber dem neuen Jobcenter).

Die beiden Gebäude (64 und 66) schräg gegenüber dem Rathaus sind mittlerweile im Besitz der Stadt, die Verträge sind gemacht, der abschließende Notartermin ist vereinbart, wie die Verwaltung in der Sitzung bekannt gab. Damit stünden dem - schon seit längerem - geplanten Abriss der niedrigen Häuser dann nichts mehr im Wege. Doch Abriss und Neugestaltung der gewonnenen Frei-/Sichtfläche geschehen "frühestens" im kommenden Jahr, also 2017. Denn zuerst müssen die Pläne fertiggestellt und nach Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften letztlich vom Stadtrat verabschiedet werden. Wie Stadtpressesprecher Elmar Müller gestern der SZ auf Anfrage bestätigte, gehört zu den Planungen neben dem Bau einer Treppe auch das Anlegen einer Terrasse am Haus "Bäckerei Ziegler". Die Kaufsumme für beide Objekte liege in dem vom Regionalverband vorgegebenen Rahmen, Fördermittel von 500 000 Euro für die gesamte Maßnahme seien beantragt, wobei der Eigenanteil der Stadt (Drittelfinanzierung Bund/Land/Kommune) von rund 167 000 Euro in den Haushalt t 2017 eingestellt werden müsste. Bürgermeister Michael Adam wertete das Projekt als "wichtigen Schritt für die Belebung der Innenstadt".

Wesentliche Neuigkeiten gab es in der Ausschusssitzung auch zum Objekt Sulzbachtalstraße 116-118. Die Stadt habe Kenntnis davon, dass private Investoren Interesse an Kauf/Sanierung des Ensembles haben. Um bei einer möglichen, bezuschussten Privatinvestition Chancengleichheit und Rechtssicherheit zu schaffen, werde von Seiten der Verwaltung unter Hinziehung eines Experten geprüft, ob es eine Ausschreibung geben soll. Qualitätsabstriche (denkmalgerecht, teilweise barrierefrei) sollten aber nicht gemacht werden, so die Verwaltung. Die Ausschussmitglieder stimmten den Verwaltungsvorschlägen einstimmig zu.

< Weiterer Bericht folgt

Mehr von Saarbrücker Zeitung