Feuerwasser und Western-Würste

Sulzbach · Wie herrlich man in Sulzbach wandern kann, erfuhren die Teilnehmer bei der ersten Gudd-Gess-Tour am Sonntag. Sie führte über den Karl-May-Weg, der mit köstlichen Häppchen sozusagen ,,gespickt“ war.

 An der Goethehütte am Brennenden Berg gab es Salami-Häppchen, serviert von Doris Meier und Claudia Heckmann. Fotos: Maurer

An der Goethehütte am Brennenden Berg gab es Salami-Häppchen, serviert von Doris Meier und Claudia Heckmann. Fotos: Maurer

 500 Männer, Frauen und Kinder eroberten den wildromantischen Karl-May-Wanderweg.

500 Männer, Frauen und Kinder eroberten den wildromantischen Karl-May-Wanderweg.

Als wahrer Besuchermagnet entpuppte sich am Sonntag die "Gudd-Gess-Tour" in Sulzbach . "Wenn wir 200 Teilnehmer hätten, wäre es ein Erfolg", dachte Heike Kneller-Luck vom Kulturamt der Stadt Sulzbach im Vorfeld, wie sie schmunzelnd erzählt. Doch die Erwartungen wurden übertroffen, und so wanderten weit mehr als 500 Teilnehmer die knapp sieben Kilometer lange Strecke, die offiziell am Salzbrunnen-Ensemble begann.

"Mit der Tour wollten wir den Karl-May-Weg über die Region hinaus weiter bekannt machen", so Heike Kneller-Luck. Das scheint gelungen, denn es kamen auch Gäste etwa aus dem Bliesgau oder Köllertal. Sie zogen einzeln oder in Gruppen durch die Salzstadt und den angrenzenden Wald. Viele Familien waren unterwegs, hatten Kinder oder ihre Hunde zum Gassi gehen dabei. Mit 18 Teilnehmern entpuppten sich die "Päddchestribbeler" als größte Gruppe. Der Lohn dafür: ein Fässchen Bier.

Die Gruppe stammt aus Sulzbach , genau wie Gerda Warken und Heidi Munkelt. Die beiden waren mit ihren Männern und einigen Freunden unterwegs. Wie die meisten anderen Teilnehmer liefen auch sie den kompletten Weg ab und wurden dafür mit einer Urkunde belohnt. "Wenn so etwas in unserem Sulzbach angeboten wird, muss man das auch unterstützen", lobte Heidi Munkelt. "Es ist ja nicht so, dass Sulzbach tot wäre", pflichtete Gerda Warken augenzwinkernd bei. "Das war eine tolle Veranstaltung und alles top organisiert", lobten die beiden Frauen einstimmig, "das kann man gerne jedes Jahr wieder machen". Als besonderes Highlight nannten sie "den gelungenen Abschluss in diesem tollen Ambiente am Salzbrunnen-Ensemble".

An allen sieben Genuss-Stationen gab es Leckereien, oft namentlich verbunden mit den Geschichten Karl Mays. So warteten am IPA-Heim Western-Würste, an der Goethehütte Feuerwasser, am Fernsehumsetzer in Neuweiler gab es Kartoffelpuffer á la Paloma-Nakana, an Appolts Gruft Eoizihoma gereicht mit Indianerbrot, bei der Dicken Eiche Käsespieße, und der Fischweiher wurde kurzerhand in "Silbersee" umbenannt. Als Speise gab es dort stilecht Räucherforellen. Am Salzbrunnen-Ensemble selbst wurden frische Waffeln verköstigt. Dort unterhielt auch Gitarrist und Sänger Luigi Botta mit bekannten Melodien im "Unplugged"-Format.

Hohen Besuch hatte die "Gudd-Gess-Tour" übrigens ebenfalls in petto. Scheinbar frisch aus den Erzählungen Karl Mays entsprungen gaben sich nämlich Winnetou und Farmer Forner aus "Der Ölprinz" die Ehre. Komplett mit Colt und Silberbüchse saßen sie friedlich vorm Salzbrunnen-Carrée. Die beiden hatten ihre Rollen gerade in zwölf Shows auf einer Freilichtbühne in der Nähe von Trier gespielt - vor insgesamt etwa 14 000 Besuchern. Der Kontakt zu den Darstellern der Karl-May-Freunde Pluwig kam durch Hubert Dörrenbacher, ehemaliger Förster und Mitinitiator der "Gudd-Gess-Tour", zustande.

Da Indianer bekanntlich keinen Schmerz kennen, waren auch sie den kompletten Weg gewandert und wussten ebenfalls nur Gutes über die angebotenen Leckereien zu berichten. "Ich fand die Wildschwein-Würste sehr lecker", so Reinhold Schomer alias Winnetou. "Die Westernsteaks haben mir sehr gut geschmeckt", erzählte Ferdinand Reuter alias Farmer Forner.

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